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Augen auf beim Kittenkauf

Die Spreu vom Weizen trennen - Eine Checkliste, mit deren Hilfe Sie seriöse Züchter erkennen und die Cattery Ihres Vertrauens finden können.

Inhalt

Die Entscheidung

Mit der Entscheidung für den Kauf einer Katze treffen Sie eine Entscheidung, die Ihr Leben im Schnitt für die nächsten 15 Jahre grundlegend gestalten wird – was etwa genauso lange währt wie die durchschnittliche Dauer einer Ehe in Deutschland, welche aktuell (2010) bei gerade mal 14,4 Jahren liegt! (Quelle)

Ein Grund mehr, bei der Auswahl ihrer Samtpfoten annähernd die Sorgfalt walten zu lassen, wie bei der Wahl seines Lebensgefährten!

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Einen Überblick verschaffen

Eine gute Möglichkeit, sich einen Überblick über die Züchter von Norwegischen Waldkatzen, Rassekatzen allgemein, zu verschaffen, ist zum Beispiel der Besuch einer regionalen Rassekatzenausstellung. Dort können Sie sich schon einmal ein persönliches Bild vom Züchter, den Tieren und von seinem Umgang mit ihnen machen.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich im Bekanntenkreis nach Besitzern von Rassekatzen umzuhören und von ihnen eine direkte Empfehlung der Züchter, mit denen sie persönlich gute Erfahrungen gemacht haben, zu erhalten.

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Nur Züchter mit Vereinszugehörigkeit

Kaufen Sie jedoch bitte niemals eine “Rassekatze” von einem “Züchter” ohne Vereinszugehörigkeit.

Es gibt mehr als 100 Rassekatzenvereine in Deutschland, so dass es jedem Hobbyzüchter in einer noch so entlegenen Gegend möglich sein sollte, einen zu ihm passenden zu finden. Es gibt Vereine, da muss man auf keine Ausstellung (z.B. unserer) wenn man das nicht möchte, es gibt Vereine, da muss man kein Vereinsmeier sein und ständig auf Vereinsabenden abhängen (dito), und es gibt auch Vereine, die schreiben wirklich nur die allerniedrigsten Mindeststandards für Katzenhaltung und Kittenaufzucht und -abgabe vor - die auch nur von den allerwenigsten Vereinen ohne konkreten Anlass kontrolliert werden.

Die Mitgliedschaft in einem Katzenverein sichert jedoch – zumindest in der Theorie – die Einhaltung von Mindeststandards in der Zucht, die allerdings von Verein zu Verein unterschiedlich ausfallen, ebenso wie die Überwachung der einmal niedergelegten Statuten.

Die durch die Vereinszugehörigkeit anfallenden Kosten wie Aufnahme- und jährlicher Mitgliedsbeitrag, Kosten für Stammbäume, evtl. Ausstellungen, Fahrten zu Stammtischtreffen, Genetikseminare und ähnliches fallen gegenüber den Kosten für eine artgerechte Katzenhaltung und verantwortungsvolle Aufzucht der Kitten so gut wie gar nicht ins Gewicht. Aus diesem Grund sollte ein vorgebrachtes Argument der Kostenersparnis durch Vereinsverzicht immer ein Warnsignal für Sie sein, dass diese Katzenzucht vorrangig aus Gewinnerzielungsabsichten geführt wird.

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Der Preis einer Rassekatze

Sie werden hier keine Aufstellung finden zu den Kosten der Katzenzucht.

Vielmehr finden Sie hier eine Aufstellung über die laufenden Kosten der Katzenhaltung.

Eine artgerechte, hochwertige Fütterung für Ihr Liebhabertier hat ihren Preis. Die Ernährung sollte aus qualitativ hochwertigem Nassfutter als Basis (ca. 2/3 des Tagesbedarfs) bestehen, ergänzt durch geeignete Rohfleischsorten 2-3 mal wöchentlich und/oder Eintagsküken sowie einer geringen Menge hochwertiges Trockenfutter (anzustreben sind max. 1/4 des Tagesbedarfs). Hinzu kommen die weiteren laufenden Haltungskosten wie Einstreu, Leckerli, Spielzeug und nicht zu vernachlässigen die erhöhten Müllgebühren aufgrund des benutzten Katzenstreus.

Ich habe den Betrag von ca. 40 Euro monatlich pro Katze in meiner Rechnung für Ernährung und weitere Haltungskosten angesetzt. Diese Höhe der Unterhaltskosten wurde mir von mehreren verantwortungsvoll haltenden Liebhabern sowie seriösen Vereinszüchtern als korrekt bestätigt.

Hinzu sollten monatlich 20 Euro pro Katze Rücklagen für Tierarztkosten kommen. Die monatlichen Beiträge zu einer Tier-
Krankenversicherung bewegen sich ebenfalls in diesem Rahmen. Die Versicherungsverträge enthalten jedoch leider etliche Ausschlussklauseln, durch die entweder Impfungen oder größere Behandlungen nicht abgedeckt sind oder die einmalige Inanspruchnahme des Versicherungsschutzes führt zu einem Sonderkündigungsrecht des Unternehmens, so dass hierdurch in vielen Fällen leider kein gesicherter Versicherungsschutz über die gesamte Lebenszeit der Katze gegeben sein wird.

Von daher empfiehlt sich die Einrichtung eines Sparkontos, auf das monatlich 20 Euro pro Katze eingestellt werden. Bis die Katze das gesegnete Alter erreicht, in dem kostspielige Tierarztbesuche eventuell nötig werden, wird man auf diese Weise ein ausreichendes finanzielles Polster angespart haben, um seinem Tier eine adequate Behandlung zu ermöglichen.

Zusammengenommen ergeben sich also 60 Euro monatliche Kosten/Rückstellungen für eine Katze, bestehend aus 40 Euro Unterhalt und 20 Euro Tierarztkosten-Rücklagen

Diese Kosten fallen für alle Katzen bei artgerechter Haltung an, ganz egal, ob es sich um Rassekatzen, Mixe oder rasselose Hauskatzen handelt.

Falls mehrere Katzen im Haushalt leben, ergeben sich selbstverständlich geringe Mengeneffekte auf der Ausgabenseite, da dann teilweise auf günstigere Großpackungen zurückgreifen kann oder Mengenrabatte zu erzielen sind. Da sich diese Effekte jedoch für Liebhaber aufgrund der geringeren Zahl an Katzen gegenüber Züchtern in Grenzen halten, gehen wir der Einfachheit halber von den ca. 60 Euro monatlichen Kosten für alle Katzen, auch für die Zweit-, Dritt- und Viertkatze, aus.

Die Rechnung ist nun eine ganz einfache:

Jeder, der in der Lage ist, täglich diese 2,- € zu erübrigen bzw. 60,- € pro Monat, ist auch in der Lage, sich eine Rassekatze vom seriösen Züchter zu leisten.

Er muss hierzu einfach nur circa ein Jahr lang den Betrag, den eine Katze bei artgerechter Haltung und Versorgung kosten würde, zurücklegen.

Denn 365 Tage * 2,- € = 730,- € beziehungsweise 12 Monate * 60,- € = 720,- € - was ungefähr dem mittleren Preis eines Norwegischen Waldkatzen Kitten aus seriöser Zucht mit Gesundheitsvorsorge der Elterntiere (siehe dort) und vorbildlicher Sozialisation und Aufzucht entspricht.

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Gesundheitsvorsorge

Was aber dann in der Regel die seriösen Vereinszüchter von den vereinslosen Vermehrern unterscheidet, ist die freiwillige und selbst auferlegte Gesundheitsvorsorge, die von ersteren betrieben wird.

Routinemäßige Tests auf FeLV und FIV vor jeder Deckung, belegte GSD-4-Freiheit, regelmäßig wiederholter HCM-Schall der potentiellen Elterntiere beim zertifizierten Kardiologen - all das wird man von einem Vermehrer nie bekommen.

Im Gegenteil. Die zielgerichtet auf Gesunderhaltung der Rasse ausgelegte Zucht arbeitet nämlich so, dass zur Erhaltung einer genetischen Vielfalt zumindest über längere Übergangszeiträume hinweg durchaus mit Trägertieren von rassetypischen, autosomal rezessiven Erbkrankheiten gezüchtet wird.

Um die aus solch einer Verpaarung gefallenen Trägertiere zu identifizieren, werden meist nur diejenigen Kitten, welche der Züchter für seine eigene Zucht einsetzen möchte oder die von anderen Züchtern angefragt werden, mittels Gentest auf diese Anlage hin getestet.

Da Trägertiere von rezessiv vererbbaren Krankheiten nicht an dieser Krankheit erkranken werden, ist es logischerweise nicht nötig, Kitten die an Liebhaber vermittelt werden, testen zu lassen, denn sie werden ja unter der Vereinbarung, dass sie keinen Nachwuchs zeugen sondern beizeiten kastriert werden sollen, abgegeben.

Und woher beziehen nun die ach so günstig "produzierenden" vereinslosen Vermehrer ihre "Zuchtkatzen"? Gehen sie zum seriösen Vereinszüchter und zahlen den Züchterpreis inklusive Gentests?

Nein, sie geben sich als Liebhaber aus und bekommen so gegebenenfalls ein Kitten, welches Trägertier ist, was aber keiner weiß, gar nicht wissen kann, weil es ja nicht getestet wurde. Und so machen sie es ja mit allen ihren Tieren und da wie oben bereits geschrieben kein Vermehrer auf Erbkrankheiten testen lässt - wird er am Ende gar unwissentlich zwei Trägertiere miteinander verpaaren und somit (statistisch) 25% Kätzchen in die Welt setzen, die unheilbar krank sein werden.

Zeigen Sie Interesse an Untersuchungen auf rezessiv vererbte Erbkrankheiten wie GSD-IV bei der Norwegischen Waldkatze sowie HCM-Schallergebnissen von zertifizierten Kardiologen und lassen Sie sich auch die originalen Untersuchungsberichte bzw. Testergebnisse vorlegen. Bitte beachten Sie hierzu auch unsere HCM-Info-Seite. Norwegerzüchter, die auf HCM schallen lassen finden Sie u.a. auf unserer Linkseite.

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Hände weg von Rassemixen

Die oben genannten Test beziehen sich übrigens einzig und allein auf Norwegische Waldkatzen - für andere Rassen muss man auf Veranlagungen für ganz andere Erbkrankheiten achten. Aus diesem Grund sollte man tunlichst die Finger von Rassemixen lassen, denn damit schafft man sich nur noch mehr unerkannte Probleme. Was tun, wenn der "Norweger" aufgrund von Maine Coons in seiner Ahnenreihe an SMA leidet (der autosomal rezessiv vererbten spinalen Muskelatropie welche bei Maine Coons vorkommen kann), und da er ja als "Norweger" verkauft wurde, kommt weder der behandelnde Tierarzt noch der Besitzer darauf, um welche Krankheit es sich handeln könnte.

Oder, ein anderes Beispiel, es wurden vielleicht Somali oder Somali-Mixe eingekreuzt, und der "Norweger" leidet nun an PK-Mangel (dem autosomal rezessiv vererbten Pyruvatkinase-Mangel welcher bei Somali vorkommen kann) oder an PRA (der autosomal rezessiv vererbten Progressiven Retina Atrophie welche bei Somali und Abessiniern vorkommen kann), womit dann auch kein Tierarzt rechnen wird.

Befasst man sich näher mit der Katzenzucht, wird einem bewusst, dass jede Rasse die ihr eigenen “Achillessehnen” hat und alle seriösen Katzenzüchter dieser Rassen bemühen sich darum, diese mit Hilfe von teilweise kostspieligen Gentests zu identifizieren und gezielte Zuchtprogramme aufzulegen, um Trägertiere dieser Krankheiten innerhalb einer gewissen Frist aus dem Genpool der Rasse zu entfernen.

So lange jede Rasse aufgrund von Rassereinheit und nachvollziehbaren Stammbäumen jeweils nur die Veranlagung für eine, maximal zwei dieser Krankheiten tragen kann, ist dieses Vorhaben durch die gemeinsame Anstrengung von national und international zusammenarbeitenden Züchtern auch innerhalb einer angemessenen Frist zu realisieren.

Bei Rassemixen, über deren Ahnenreihe man bestenfalls Spekulationen anstellen kann, wird dies jedoch niemals möglich sein.

Abgesehen von der Problematik der Erbkrankheiten wirken sich auch andere rassetypische Faktoren wie Charakter und Körperbau einerseits, Blutgruppe und Eigenheiten des Immunsystems andererseits, in der Mischung von Rassen negativ auf das einzelne Tier aus, das dann mit einem hoch komplizierten Charakter oder seltsam “zusammengebauten” Körper auf Lebzeiten “geschlagen” ist.

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Sich selbst ein Bild machen

Auch mit der Mitgliedschaft in einem Verein erübrigt sich für Sie nicht die sorgfältige Prüfung des Züchters. Obwohl die Norwegischen Waldkatzen zum Glück nie die breite Popularität wie z.B. Maine Coons oder die typischen Reklamekatzen Britisch Kurzhaar erreicht haben, gibt es doch – leider auch unter Züchtern mit Vereinszugehörigkeit – schwarze Schafe bzw. solche, die blauäugig mit der Katzenzucht angefangen haben und nun von den sich ihnen stellenden Anforderungen überlastet sind.

Gerade für Anfänger und enthusiastische Liebhaber gilt: Jedes Kätzchen weiß zu bezaubern, dies führt aber leider auch zu einer mehr oder minder stark ausgeprägten Rosafärbung in der Wahrnehmung.

Um nicht Gefahr zu laufen, angesichts drolliger Zwerge nicht sachlich abwägen zu können und vom emotionalen Moment überrumpelt zu werden, empfehlen wir Ihnen, sich die in Frage kommenden Züchter bereits im Vorfeld anzuschauen, so lange der nächste Wurf noch gar nicht geboren ist.

Ein seriöser Hobbyzüchter wird Ihrem Wunsch, zuerst einmal ihn persönlich, seine Zucht und die zukünftigen Elterntiere kennen zu lernen gerne nachkommen und Sie bei sich begrüßen.

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Katzenzüchter zwischen Ideal und Extrem

Das persönliche Kennenlernen in der heimischen Umgebung des Katzenzüchters ist unerlässlich, um sich ein umfassendes Bild von der Katzenzucht zu machen.

Zum Katzenzüchter berufen fühlt sich ein repräsentativer Querschnitt unserer Gesellschaft, und leider wird es sich bei Ihrer Suche nach dem Idealbild des Züchters, einem enthusiastischen Tierliebhaber, der mit seiner Rassekatzenzucht ein kostspieliges Hobby zu seinem Vergnügen pflegt, in manchen Fällen nicht vermeiden lassen, dass Sie sich auch mit den weniger schönen Extremen konfrontiert sehen werden.

Setzen Sie sich dann in Ihrer Suche nach “Ihrem” Züchter einen etwas größeren Radius und erkundigen Sie sich bei Besitzern von Rassekatzen nach ihren Erfahrungen und empfehlenswerten Züchtern.

Man muss es ja nicht gleich so extrem treiben wie wir, die für unseren Björn - der ja zunächst als reines Liebhabertier geplant war - mehr als 600 km einfache Fahrt auf uns genommen haben. Wir haben jedoch Bekannte, die für ein reines Liebhaberkätzchen schon Entfernungen von bis zu 350 km auf sich genommen haben und dies jederzeit wieder tun würden weil sie sich einfach sehr gut aufgehoben fühlen bei dem Züchter und rundum zufrieden sind mit ihrer Katze!

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Die Anzahl der Würfe pro Jahr

Im Sinne der gewünschten Menschenbezogenheit und vertrauensvollen Offenheit der Kitten sollte der Züchter genügend Zeit für jeden Wurf haben. Achten Sie darum darauf, dass in der Zucht nicht mehr als drei, besser nur zwei Würfe pro Kalenderjahr zur Welt kommen.

Auch sollten möglichst nicht zwei Katzen zur gleichen Zeit oder nur mit kurzem Zeitversatz ihre Kitten bekommen, wobei sich dies manchmal - wenn zwei Zuchtkatzen gleichzeitig aus gesundheitlichen Gründen gedeckt werden müssen - nicht vermeiden lässt. Dies sollte aber keinesfalls die Regel, sondern eine begründete Ausnahme darstellen.

Bei einer durchschnittlichen Wurfstärke von fünf Kitten bedeutet dies nämlich, dass sich der Züchter dann um 10 oder gar mehr Kätzchen gleichzeitig kümmern müsste – alleine das Verteilen von Streicheleinheiten, zusätzlich zu den übrigen im Haushalt lebenden Katzen, kann angesichts von zwei vorhandenen Armen dann leicht zu kurz kommen.

Es ist auch ein enormer zeitlicher Aufwand zusätzlich zur Sozialistation der Kätzchen, Sorge dafür zu tragen, dass man für alle Kitten einen guten und liebevollen Lebensplatz findet. Bei zwei oder mehr Würfen parallel wird der Züchter ein Dutzend Interessenten oder mehr in den wenigen Wochen zwischen erster Impfung und idealem Abgabealter empfangen müssen. Dies kann dann leicht zu Stress für den Züchter aber auch für die Katzen führen und eine vermeidbare Infektionsquelle für die Kätzchen bedeuten. Darüber hinaus kann es zu einer nachlassenden Sorgfalt bei der Auswahl der “Adoptiveltern” führen, was sich keiner für die Kätzchen wünschen wird.

Das vorgeschobene Argument, zwei oder mehr Würfe parallel zu haben, sei dringend angebracht, um für den Notfall eine Amme in petto zu haben, lässt sich leicht entkräften. Schließlich gibt es nicht nur hervorragendes Milchpulver um die Anfangszeit zu überbrücken, sondern auch ein Züchterportal, in dem Ammendienste vermittelt werden. Allerdings ist, um dies in Anspruch zu nehmen, auch eine gewisse Offenheit und Kooperationsbereitschaft mit anderen Züchtern vonnöten und kein stutenbissiges Konkurrenzdenken. Außerdem lässt sich solch eine Notlage zwar nicht absolut verhindern, das Risiko jedoch minimieren, indem man die Zuchtkätzinnen nicht bis zum maximal zugelassenen Alter von 8 Jahren mit Würfen “ausmostet” wie man hier in der schwäbischen Nachbarregion so treffend zu sagen pflegt, sondern ihr schon früher, noch lange nicht ausgelaugt, einen schönen, ruhigen Lebensabend als “Prinzessin” in einem Liebhaberhaushalt sucht.

Zudem kann man auch seiner Zuchtkatze, die bereits einen überdurchschnittlich großen Wurf von fünf oder sechs Kitten zu versorgen hat, nicht auch noch die Komplettversorgung von einem zweiten Wurf überlassen. Ganz abgesehen davon, dass sich die Katze mit der Versorgung von so vielen Kitten völlig verausgaben wird, ist auch leider damit zu rechnen, dass die älteren, kräftigeren Kitten ihre schwächeren Ziehgeschwister von den Milchquellen vertreiben werden oder die Mutterkatze ihre eigenen Kitten bevorzugt säugen wird.

Darum wird man selbst im Falle von zwei gleichaltrigen Würfen nie um den - zugegebenerweise enormen - Aufwand einer Handaufzucht bzw. intensives Zufüttern aller Kitten mit Flaschenmilch herumkommen, so dass es im Notfall doch leichter zu handhaben ist, wenn man nur einen Wurf zu versorgen hat.

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Der Internetauftritt des Züchters

Für eine Vorauswahl der zu besuchenden Züchter bietet sich neben den oben erwähnten Ausstellungen sowie persönlichen Empfehlungen natürlich auch das Internet an. Achten Sie beim Besuch der Website des Züchters zunächst auf dessen Vereinszugehörigkeit und scheuen Sie sich nicht, beim entsprechenden Verein diese auch nachzuprüfen. Im Normalfall werden auf der Homepage des Vereins sämtliche dort registrierten Züchter vermerkt sein, falls dem nicht so ist, kann eine kurze Mailanfrage an den dort angegebenen Kontakt für Aufklärung sorgen.

In Bezug auf die Daten über vorhergegangene Würfe, sowie über die Anzahl und Identität der Zuchtkatzen und Kastraten und deren Haltungsbedingungen kann die Homepage des Züchters jedoch immer nur ein mehr oder minder vager Indikator sein.

Auf der einen Seite gibt es Züchter, die der Pflege und Aktualisierung ihrer Homepage weniger Vorrang einräumen gegenüber der Pflege und Sorge um ihre Katzen, andererseits leider aber auch solche, die mit einer phantasievoll-bunten, im Wochentakt aktualisierten Website brillieren, darüber aber das reale Leben aus dem Blickfeld verlieren.

Beobachten Sie auch über einen längeren Zeitraum die Homepages der Züchter, die Sie in die engere Wahl genommen haben. Sang- und klanglos von der Seite verschwundene Katzen, Kitten oder gar komplette Würfe deuten darauf hin, dass nicht mit offenen Karten den Kitteninteressenten gegenüber gespielt wird.

Sollten Ihnen jedoch auf der Züchterhomepage - und gar schon prominent in Leuchtfarben oder auf den ersten Seiten - wortreich formulierte Disclaimer, Warnhinweise oder gar die Androhung juristischer Schritte für alle denkbaren Szenarios entgegenleuchten, können Sie dies als Hinweis darauf deuten, welchen Umgang der Züchter im Regelfall mit seinen Mitmenschen pflegt.

Darum führt kein Weg daran vorbei, bei einer Auswahl von Katzenzüchtern selbst vorstellig zu werden und sich ein eigenes Bild vor Ort zu machen.

Erscheint Ihnen ein Züchter und seine Tiere im Internet oder auf einer Ausstellung sympathisch, vereinbaren Sie einen unverbindlichen Besuchstermin.

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Sauberkeit und Hygiene im Züchterhaushalt

Die Sympathie sollte jedoch keinesfalls beim ersten Betreten des Hauses verfliegen, weil es dort durchdringend nach Raubtierhaus oder gar schlimmer riecht.

Die Anzahl der Katzen sagt nichts über die Geruchsintensität aus. Wir waren schon bei Züchtern zu Besuch, die 14 Katzen inclusive zwei potenten Katern hielten oder bei solchen, wo die ganze Katzenfamilie gerade angesichts eines Wurfes von jungen Kätzchen – die noch so klein waren, dass das Katzenklo noch nicht allzu gut getroffen wurde – sämtliche weiter vom Kittenzimmer entfernten Toiletten mit strengem Duft einzunebeln versuchten, um instinktsicher mögliche „Fressfeinde“ vom Nachwuchs abzulenken!

Trotzdem roch es dort – abgesehen von der direkten Umgebung der Katzenklos – auch nicht intensiver nach Katzen als in unserem Zwei- bis Vierkatzenhaushalt.

Es ist amüsant, dass in den unzähligen Aufstellungen zu den Kosten der Katzenzucht, die im Internet kursieren, alle möglichen und unmögliche Posten bis hin zu Übernachtungskosten während Ausstellungen oder Katzenspielzeug aufgeführt werden – jedoch in den allerseltensten Fällen erhöhte Reinigungskosten!

Ein Züchter, dessen Haus sie mit dezentem Mr. Proper-Duft empfängt, zeigt also nur, wie wichtig ihm hygienische Lebensverhältnisse einerseits und der Eindruck, den er bei Ihnen hinterlässt, andererseits sind.

Die Faustregel „Anzahl der Katzen plus eins gleich Anzahl der Katzentoiletten“ ist auch im Züchterhaushalt nicht außer Kraft gesetzt. Fragen Sie in jedem Fall nach der Anzahl der im Haushalt lebenden Katzen und bringen Sie sie selbst mit der Menge der Toiletten in ein Verhältnis. Ein leichter Pipi-Geruch in der Nähe der Toiletten oder eine aufsteigende Geruchswolke direkt nach Benutzung des „Donnerbalkens“ sind normal. Erschrecken Sie nicht, falls Ihr Gastgeber mitten im Gespräch aufspringt, zum Katzenklo stürzt und dort Hinterlassenschaften zuschaufelt, evtl. die „Duftwolke“ noch mit einem gezielten Stoß aus dem Geruchstilgerspray bekämpft. Manche Katzen haben die hartnäckige Eigenschaft, ihre Hinterlassenschaften nicht zu verscharren, und leider kommt es einem mitunter so vor, als seien dies ausgerechnet jene Katzen, welche die stärkste Geruchsentfaltung an den Tag legen.

Die meisten Züchter bevorzugen harte Fußbodenbeläge wie Fliesen oder Laminat weil sie das Putzen erleichtern. Achten Sie auf die Sauberkeit des Belags, er muss nicht spiegelglatt glänzen wie im Werbespot, sollte aber vor kurzem gewischt worden sein. Manche Züchter haben Auslegware liegen oder Teppiche und Brücken. Mit einem speziellen Haustier- Staubsauger sowie der regelmäßigen Anwendung von Teppichshampoo kann man jedoch den alltäglich passierenden Malheurs begegnen und die Textilien sauber, wenn auch nicht gänzlich fleckenfrei erhalten.

Werfen Sie einen Blick auf die Futterstelle: haben die Tiere frisches Futter in sauberen Geschirren und ist auch das Wasser in den Näpfen nicht verdreckt?

Insbesondere bei bereitstehendem Trockenfutter sollte der Züchterhaushalt auch über einige in gepflegten Zustand befindliche Trinkbrunnen verfügen, um die Katzen jederzeit zum Trinken zu animieren.

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Spuren der Katzenhaltung

Bedenken Sie bitte, dass Katzenhaltung immer Spuren hinterlässt. Leider besitzen frisch abgesaugte Sofas eine geradezu unwiderstehliche Anziehungskraft auf Katzen, so dass ein, zwei darauf liegende Haarflocken nichts über die Sauberkeit aussagen. Ist allerdings die Couchgarnitur komplett vollgehaart, der Sofaüberwurf nicht frisch gewaschen, so legt dieser „Züchter“ wohl kaum gesteigerten Wert auf Hygiene.

Wundern Sie sich nicht über den speziellen Einrichtungsgeschmack von Katzenzüchtern – Couchgarnituren mit waschbaren Wechselbezügen sind zwar ungemein praktisch, aber leider noch nicht weit verbreitet. Es ist jedoch möglich, die von Generationen von Katzenjungen zerschlissenen Sofabezüge mit Überwürfen abzudecken.

Die Größe und Anzahl der – für Norweger möglichst deckenhohen – Kratzbäume bemisst sich nach der Anzahl der Liegemulden für alle im Haushalt lebenden Katzen, zuzüglich der ein oder anderen Ausweichhöhle. Scheuen Sie sich nicht und werfen Sie einen Blick aus der Nähe auf die Kratzbäume: Auch sie sollten den Eindruck erwecken, regelmäßig abgesaugt zu werden. Insbesondere bei herkömmlichen, mit Plüsch bezogenen Modellen gestaltet sich die Reinigung oft schwierig und ältere Flecken sind oft nicht spurlos zu beseitigen. Moderne Kratzbaummodelle mit dem Vorteil von abzieh- und waschbaren Frotteebezügen erleichtern die Reinigung und sollten dementsprechend sauber sein.

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Die Erziehung der Katzen

Das oft in den Raum geführte Argument, fehlende Spuren der Katzenhaltung in den Wohnräumen würden darauf hindeuten, dass die Katzen nur während Ihres Besuchs diese betreten dürfen, kann so nicht verallgemeinert werden, denn die entsprechende Erziehung der Katzen und Pflege der Einrichtung vorausgesetzt, halten sich diese nämlich durchaus in Grenzen. Ob die Katzen sich dauerhaft in den Wohnräumen aufhalten, können Sie auf einfache Weise selbst überprüfen: Aus der Körpersprache der Katzen ist leicht abzulesen, ob sie sich in der Umgebung wohl fühlen, weil sie ihnen bekannt ist. Deutlichstes Indiz sind auch mit größter Selbstverständlichkeit eingenommene Lieblingsplätze auf Sofas, Fensterbänken oder Stuhlpolstern!

Starke Spuren der Katzenhaltung wie zerkratzte Möbel und in Fetzen hängende Tapeten sollten Sie eher als Indizien für fehlende Erziehung beziehungsweise mangelnde Zeit für Zuwendung der Katzen deuten, denn als Hinweis auf artgerechte Katzenhaltung.

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Die Gesundheit der Katzen

Selbstverständlich sollten alle Katzen des Züchters in einem sauberen und gepflegten Zustand sein. Ein tränendes Auge oder ein von Dünnpups verschmierter Popo insbesondere bei einem altgedienten Senior unter 14 sonst putzmunteren Katzen sind noch lange kein Alarmzeichen. Zeigen jedoch fast alle Katzen einen entsprechend angeschlagenen Gesundheitszustand, sollten Ihre Alarmglocken laut zu schrillen beginnen.

Ein seriöser Katzenzüchter wird Ihnen lieber absagen und den Besuch auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, wenn die Katzen wieder gesund sind, als Gefahr zu laufen, dass Sie irgendwelche Krankheitserreger zu sich nach Hause oder in die nächste Katzenzucht schleppen!

Die Katzen eines gewissenhaften Züchters machen alle einen gesunden Eindruck, haben klare Augen, saubere Näschen und Ohren und auch die rückwärtige Partie ist frei von Schmutzspuren, im Fell gibt es keine schwarzen "Krümel" der auf Flohbefall oder gar kahle Stellen, die auf eine Pilzinfektion hinweisen, die auch für Menschen, besonders Kinder, sowie andere Haustiere gefährlich werden kann!

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Ausstellungs”tourismus”

Biegen sich im Wohnzimmer oder gar überall im Haus die Regale unter der Last der Pokale, so ist dies nicht automatisch Ausdruck der besonderen Qualität der Zucht, sondern vielmehr des Geltungsbedürfnisses des Züchters, der mitunter einem wahren Ausstellungsmarathon frönt. Ob es den Katzen unbedingt gefällt, nahezu jedes zweite Wochenende in einem engen Käfig, angegafft von hunderten Fremden, zu verbringen?

Hin und wieder ist eine Katzenausstellung zu besuchen ist für charakterlich gefestigte, gesunde Katzen hingegen sogar eine willkommene Abwechslung und es gibt einige Katzen, wie unser Björn, unser Ait und vor allem unser Schnuffi Austin, die genießen förmlich die Aufmerksamkeit und Bewunderung durch Besucher auf der Ausstellung und lassen die Richterbewertung total “cool” über sich ergehen. Aber ob sie immer noch so begeistert davon wären, wenn es jedes 2. Wochenende “auf Achse” ginge und nicht nur maximal drei- bis viermal im Jahr?

Zudem sagt die Masse an Titeln und Pokalen nichts über die wahren Qualitäten der Katzen aus, denn wie oben erwähnt, es gibt an die 100 Rassekatzenvereine alleine in Deutschland mit sehr unterschiedlichen Regeln und Auslegungen und so kann es durchaus sein, dass eine Katze, die es bei dem einen Verein bis zu wohlklingenden Titeln wie “Internationaler Champion”, “Großer Europäischer Champion” oder gar “Worldchampion” gebracht hat, bei einem anderen Verein gerade mal ein V4 (vorzüglich 4, dh. auf der Ausstellungen wurden drei Katzen in der gleichen Gruppe vom Richter als besser beurteilt) in der offenen Klasse erringen würde, da auch nicht von jedem Verein die in anderen Organisationen errungenen Titel anerkannt werden.

Sehr lebendig ist uns immer noch die Situation im Gedächtnis, die wir seinerzeit als gänzlich unbedarfte Neulinge machen durften. Sowieso schon schwer beeindruckt von der Weitläufigkeit und geschmackvollen Einrichtung der Gründerzeit-Etage mit wunderschönen Kratzbäumen bis hinauf an die 3,50 m hohe Decke – waren wir bass erstaunt, als wir auf eine Bitte um Futterempfehlung in die Abstellkammer gebeten wurden, wo wir dann mit diversen Döschen und Beutelchen und Tütchen eingedeckt wurden – und dabei in der hintersten Ecke die in gekonntem Stilbruch auf einem IKEA-Kellerregal platzierten Pokale aller Größen und Formen entdeckten…

Solch Understatement nach guter britischer Tradition beeindruckte uns mehr als ein plakatives Polieren von Pokalen je gekonnt hätte...

Größte Zurückhaltung sollten Sie walten lassen, wenn Ihnen die Preise und Titel vorgelegt werden, welche der Züchter mit der Ausstellung von Würfen errungen hat. Kitten ohne vollständige Grundimmunisierung auszustellen ist ein sehr gewagtes Spiel mit der Gesundheit der Kleinen. Außerdem fangen sich selbst erwachsene Katzen mit ausgereiftem Immunsystem auf Ausstellungen gerne mal ansteckende Krankheiten ein. So kann beispielsweise eine für Katzen spezifische Darmgrippe, welche von einem ausgewachsenen Tier mit einer Woche Symptome nebst Gewichtsverlust problemlos verkraftet wird, bei einem Kitten schnell einen lebensbedrohlichen Zustand hervorrufen.

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Größe der Katzenzucht und allgemeine Haltungsbedingungen

Machen Sie sich im Vorfeld ihrer Besuchsrunde bei Katzenzüchtern einen Sport daraus, die Wohnfläche im Freundes- und Verwandtenkreis einzuschätzen, damit sie ein geübtes Auge darin bekommen. Üblicherweise wird von einer Mindestfläche von 10 m2 Wohnfläche, die pro Katze zur Verfügung stehen sollte, ausgegangen und dieser Wert sollte höchstens während der Zeit, wo ein Wurf Jungtiere vor dem Abgabetermin noch im Haushalt ist, mehr als geringfügig überschritten werden.

Scheuen Sie sich auch in diesem Falle nicht, nach der Anzahl der im Haushalt lebenden Katzen zu fragen und überschlagen Sie kurz, ob ihnen auch ein lebenswert geräumiges Zuhause geboten ist.

Im Sinne der Gesundheit der Tiere ist es auch angebracht, dass ihnen mindestens ein eingenetzter Balkon oder ein Freigehege im Garten zur Verfügung steht, da Katzen ebenso wie Menschen das direkte Sonnenlicht benötigen, um lebenswichtige Vitamine zu bilden.

Die Zuchtkätzinnen, ältere Jungtiere und Kastraten sollten nicht in einzelne Zimmer weggesperrt sein, sondern sich möglichst im ganzen Haus frei bewegen können. Eine Separierung von Zuchtkatzen voneinander wegen Aggressivität und andauernder Animositäten kann immer nur eine Übergangslösung sein, da ein seriöser Züchter sich lieber schweren Herzens von einer Zuchtkatze mit solch negativen Charaktereigenschaften trennt und ihr einen liebevollen Lebensplatz als Kastratin bei Liebhabern sucht, als Gefahr zu laufen, dass diese Katze ihren Charaktermangel an ihre Jungtiere vererbt.

Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dass die Kater in einem separaten Zimmer leben, da sie sonst in der gesamten Wohnung markieren. Lassen Sie sich unbedingt das „Katerzimmer“ zeigen, es sollte hell, sauber, geräumig und auch für den menschlichen Aufenthalt freundlich eingerichtet sein und den Eindruck erwecken, dass sich hier regelmäßig und über längeren Zeitraum der Züchter bzw. seine Familienmitglieder aufhalten und den Katern die lebensnotwendige menschliche Gesellschaft schenken! Leben in solch einem Raum zwei potente Kater, vielleicht noch mit dem ein oder anderen Kastraten friedlich zusammen, so ist dies auch ein Zeichen für den freundlichen und verträglichen Charakter – den die Kater auch an ihren Nachwuchs, also an Ihren zukünftigen vierpfötigen Kameraden vererben werden.

Eine Einzelhaltung der Zuchtkater oder ihre ausschließliche oder überwiegende Haltung in Gehegen, Außenställen oder gar Kellerräumen ist jedoch keinesfalls mit tiergerechter Haltung zu vereinbaren und sollte ein unbedingtes Ausschlusskriterium für Sie sein.

Als ideal ist es zu betrachten, wenn die potenten Kater hingegen im Haushalt von befreundeten Liebhabern ein ruhiges Leben als Familienmitglied führen können und nur von Zeit zu Zeit nervenaufreibenden Damenbesuch empfangen oder wenn sie sich, mit einem sogenannten Katerhöschen versehen, völlig frei im Haushalt mit sämtlichen Katzen bewegen können.

Den Einsatz von Suprelorin-Implantaten zur zeitweiligen chemischen Kastration der Deckkater betrachten wir persönlich als problematisch, da diese in der Dosierung auf 10 kg oder schwerere Hunde abgestimmt wurden, die abgesehen vom höheren Körpergewicht auch über einen gänzlich von Katzen verschiedenen Stoffwechsel verfügen und da die Langzeitwirkungen, auch auf den nach Entfernung des Implantats gezeugten Nachwuchs, noch nicht erforscht und abzusehen sind.

Leider gibt es Situationen in denen der Einsatz nicht umgangen werden kann, wir werden jedoch für unsere Kater die Anwendung des Supralorin-Chips erst in Erwägung ziehen, wenn er in angepasster Dosierung für Katzen erhältlich ist.

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Der Background des Züchters

Scheuen Sie sich nicht, im Rahmen des ganz alltäglichen Small talk während Ihres Besuchs beim Züchter ganz nebenbei Ihren Beruf zu erwähnen und dabei auch Interesse an der beruflichen Situation des Züchters zu zeigen. Man kann ja nicht immerzu und ausschließlich über Katzen sprechen und bei einer ehrlichen Sympathie hat man ja auch ein Interesse daran sein Gegenüber auch in anderen Facetten kennenzulernen. Ein seriöser Züchter wird grundsätzlich ein Interesse an diesem Thema haben, um sich ein Bild darüber zu machen, ob Sie in der finanziellen Lage sind, dem bzw. den Kätzchen auch ein entsprechend ausgestattetes Zuhause und eine hochwertige Ernährung und Versorgung zu sichern.

Versuchen Sie einzuschätzen, ob der Züchter über ein ausreichendes Einkommen für solch ein kostspieliges Hobby wie Rassekatzenzucht verfügt. Anhaltspunkte werden Ihnen auch der Zustand, die Lage und die Einrichtung der Wohnung geben können. Ein alleinverdienender Lagerarbeiter etwa wird, vor allem, wenn noch Unterhalt für Kinder und andere Familienmitglieder anfällt, kaum über die hierfür benötigten Mittel verfügen. Auch beiläufige Bemerkungen über die klamme finanzielle Situation oder gar gebetsmühlenartig vorgebrachtes Jammern über hohe Tierarztkosten sollten Ihnen als Warnung dienen.

Im Idealfall sollte einer der Erwachsenen im Züchterhaushalt eine durchschnittlich vergütete Vollzeitstelle haben während der zweite dank maximal einer Halbtagestätigkeit noch genügend Zeit für die Versorgung der Katzen und Erziehung und Pflege der Kitten findet.

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Die Kittenabgabe

Ist Ihnen nun am Ende Ihres Besuches der Züchter immer noch sympathisch und finden Sie seine Katzen nett und freundlich, dem Standard entsprechend, so können Sie gleich das Thema der Kittenabgabe-Modalitäten ansprechen.

Kätzchen dürfen seitens der Zuchtvereine nicht vor der 12. Woche abgeben werden, wirklich abgabereif ist ein Kitten jedoch erst nach den unbedingt notwendigen Grundimmunisierungen gegen Katzenschnupfen und -seuche in der 8./9. sowie der Wiederholungsimpfung in der 12./13. Lebenswoche. Ein seriöser Züchter wird Ihnen das Kitten auch frühestens eine Woche nach der zweiten Impfung anvertrauen, um zu beobachten, ob das Kitten die Impfung gut überstanden hat. Diese Zeit ist jedoch auch sehr wichtig für die soziale Entwicklung des Kätzchens, es kann gerade in dieser frühen Zeit entscheidendes für sein späteres Leben lernen, indem es mit seinen Geschwistern spielt, von seiner Mutter, „Tanten“ und „Onkeln“ in der Zucht erzogen wird.

Wenn Sie zwei Wurfgeschwister bei sich aufnehmen – was wir Ihnen anhand unserer Erfahrungen wirklich ans Herz legen möchten; Austin und Ait brachten mindestens doppelt so viel Freude in unser Leben wie ein einzelnes Kitten. Sie haben einander jederzeit zum Spielen und müssen damit nicht ihrem Papa und „Opa“ übermäßig auf die Nerven gehen. Die zwei großen Kater sind auch ebenso glücklich wie wir, wenn sie den zwei kleinen Rangen beim Spielen zusehen und können dann, wenn sie wirklich Lust dazu haben, auch gerne jederzeit mitmischen. Sie müssen das aber nicht, denn die beiden Rangen haben ja einander und so ist die ganze Atmosphäre viel entspannter. Das Feliway, welches wir üblicherweise bei der Eingewöhnung über einen Zeitraum von acht bis 12 Wochen laufen ließen – haben wir nach 14 Tagen schon wieder ausstecken können. Happy Katers überall, gänzlich ohne chemische Nachhilfe!

Wenn Sie also zwei Wurfgeschwister nehmen, wobei Ihnen der Züchter im Preis immer gerne entgegenkommen wird, weil er weiß, dass es seine Kitten auf diese Weise schöner haben, wenn sie mit einem Brüderchen oder Schwesterchen zusammen bleiben können, auch die späteren laufenden Kosten sich nicht verdoppeln, weil die Mengeneffekte dazu führen, dass Sie auf die einzelne Katze gerechnet weniger Kosten haben, dann ist der Zeitpunkt ab der vollendeten 14., besser 15. Woche der richtige für einen Umzug der kleinen Racker.

Nehmen Sie jedoch ein einzelnes Jungtier als Gesellschaft zu einem oder mehreren schon bei Ihnen lebenden Tieren, so sollten Sie Ihrem „Baby“ lieber noch ein, zwei weitere Wochen in Mutters Kinderstube gönnen.

Klären Sie, dass der Züchter die Kitten mit der zweiten Impfung gleich chippen lässt, so ist eine lebenslange Identifikation des Tieres und eine Registrierung z.B. bei Tasso sofort möglich.

Neben dem Impfpass sollte das Kitten Ihnen auch mit dem Stammbaum, seinem „Personalausweis“ übergeben werden. Viele Züchter geben sich auch große Mühe mit einer schön gestalteten Mappe für den Stammbaum, auf CD gebrannten Fotos der Zwerge und meistens werden Sie mit den Kittenpaketen der Futtermittelhersteller mehr als reichlich für die erste Zeit eingedeckt.

Bei manchen – insbesondere überregionalen – Zuchtvereinen kann es aufgrund der Masse der zu erstellenden Stammbäume manchmal zu Verzögerungen kommen, die nicht dem Züchter anzulasten sind. Er sollte Sie jedoch schon im Vorfeld auf diesen Sachverhalt hinweisen und Ihnen den Stammbaum dann selbstverständlich per Einschreiben nachsenden.

Wir empfehlen, die Tollwutimpfung – auch wenn sie in weiten Teilen Deutschlands nicht mehr vorgeschrieben ist – auch für Tiere in Wohnungshaltung etwa 14 Tage, nachdem das Kitten bei Ihnen eingezogen ist, vornehmen zu lassen und die Leukoseimpfung ca. 4 Wochen später. Achten Sie insbesondere in den ersten zwei Monaten, die Ihr Kitten bei Ihnen lebt, auf eine erhöhte Hygiene, indem Sie keine Straßenschuhe in der Wohnung tragen und beim Nachhausekommen gründlich die Hände waschen.

Ihr Kitten wird Ihnen diesen kleinen Aufwand mit Gesundheit und guter Entwicklung danken!

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Kein Kauf aus Mitleid!

Falls Ihnen jedoch irgend etwas im Züchterhaushalt missfallen hat, reden Sie Ihr Bauchgefühl nicht klein, sondern hören Sie darauf.

Wenn Sie ein Kätzchen aus Mitleid kaufen, nur um es aus seiner schlimmen Situation zu befreien, wird es im besten Falle für Sie auf horrende Tierarztkosten und nicht einen nicht enden wollenden Nervenkrieg mit einem verhaltensgestörten Tier; im schlimmsten Fall auf Tränen und gebrochene Herzen wegen eines plötzlichen Todesfalles hinauslaufen.

In jedem Fall aber wird es nur Platz machen für eine neue Generation gequälter Kreaturen…

Wenn Sie bewusst einem armen Tier einen liebevollen Platz bieten möchten, finden Sie in den Tierheimen und den Pflegestellen der Tierschutzvereine genügend Kätzchen und Katzen, die auf ein schönes Zuhause warten.

Durch die Adoption einer Tierschutzkatze kommt Ihre Schutzgebühr dann auch zielgerichtet weiteren Tierschutzmaßnahmen zu Gute und ist kein willkommener “Nebenerwerb” eines gewissenlosen Zeitgenossen, der im Gegensatz zu einem seriösen Vereinszüchter in den ausgebeuteten Muttertieren nur eine bequeme Einkommensquelle sieht ...

Seite aktualisiert am 07.07.2013

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