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Möglingen KSW e.V. (1. DEKZV) 16. und 17. Februar 2008

TAG 1: Samstag, den 16. Februar 2008 

Am Morgen des 16. Februar stehen wir in aller Herrgottsfrühe auf, um nach viel zu kurzer Nachtruhe noch mal unter die Dusche zu springen, uns einen extrastarken Kaffee intravenös zu verabreichen, Jonas, der uns am ersten Ausstellungstag begleiten soll, zu wecken (was sich von allem am schwierigsten gestaltet), Peer zu einer Runde kuscheln zu seiner Schwester zu schicken, den vollgepackten Trolley, eine halbe Kiste Cola, eine Tüte Bücher und - das wichtigste! - den Kennel mit unserem kleinen Schatz ins Auto zu verfrachten.

Über nachtschwarze Landstraßen nehmen wir unseren Weg, erfreuen uns auf der Autobahn an einem spektakulären Morgenhimmel und - verfahren uns kurz vor dem Ziel angelangt, auf geradezu selbstverständliche Weise.

Da auf der Internetseite, auf der Anmeldung, auf den Bestätigungsbögen immer LUDWIGSBURG-Möglingen als Veranstaltungsort angegeben war, hatte ich im Navigationssystem treu und brav “Ludwigsburg” als Ort eingegeben - und dort auch eine Brunnenstraße 11 als gesuchte Adresse gefunden und die Zielführung so nichtsahnend, dass es sich bei Möglingen um einen eigenständigen Ort handelt, aktiviert.

In Ludwigsburg angekommen, werden wir zeitgerecht in die angegebene Adresse geführt - nur, um festzustellen, dass es dort KEIN Bürgerhaus weit und breit gibt, sondern nur hübsch verwinkelte, nett renovierte uralte Bauernhäuschen.

Glücklicherweise erspähen wir auf den verlassenen Straßen dann doch noch eine nette Frühaufsteherin, die wir um Auskunft bitten. Nein, ein Bürgerhaus gäbe es hier in Oßweil nicht, meint sie. Oßweil. Da fällt schlagartig der Groschen bei uns und Thilo gibt die Adresse noch mal - korrekt - unter Möglingen ein. Die kurze Fahrt gestaltet sich dann noch etwas angespannt, da wir befürchten, zu spät zu kommen, doch dann stellt sich heraus, dass wir unter den ersten drei Ausstellern sind, die angereist kommen, und extra für uns wird die Tierarztkontrolle von dem sehr netten jungen Tierarzt dann schon früher als geplant gestartet, so dass wir uns mit seinen freundlichen Glückwünschen begleitet, zum nächsten Anlaufpunkt, dem Anmeldungssekretariat aufmachen können.

Nachdem wir unsere Meldebestätigung vorgewiesen haben, bekommen wir unsere Käfignummer, den Ausstellungskatalog und eine Kopie der Meldebestätigung sowie den Zahlungsvermerken. Danach suchen wir ziemlich planlos (der hängt neben den Eingangstüren - aber das sehen wir erst viel später) die in der Halle verteilten Käfig-Vierecke ab auf der Suche nach dem von uns reservierten Doppelkäfig.

Wir finden schließlich das Kärtchen mit der magischen Nummer “55” an prominenter Stelle direkt vor der Bühne in allerbester Lage - jedoch nicht an einem Doppel- sondern an einem Einzelkäfig!

Guter Rat ist teuer, denn trotz längerem Warten kommen weder die Inhaber der Nummern rechts noch links - die man eventuell um einen Tausch oder weiterrücken bitten könnte und Björn wird es zusehends unbequem im engen Kennel, so dass wir hocherfreut sind, in der hintersten Hallenecke eine Reihe unnummerierter Käfige - unter anderem eben auch einen Doppelkäfig - zu finden.

In Absprache mit der Ausstellungsleitung beziehen wir also einen Doppelten dieser Reservekäfige direkt an der Fensterfront.

Zunächst sprühe ich den Käfig penibel mit Sagrotan aus und wische alle Metallteile sauber ab, ehe wir die kuscheligen Fleecedecken auf den Boden breiten, die Vorhänge mittels der Caféhausstangen anbringen, das Katzenklöchen füllen und unseren Spatz in die - relative - Freiheit entlassen.

Leider stellen wir dann noch fest, dass wir das extra gekaufte Katzen-Kuschel-Zelt vergessen haben, aber ersatzweise stellen wir einfach den Kennel ohne Tür als Höhle in den Käfig. Mit seinem roten Oberteil passt er hervorragend zu unserer Käfigausstattung.

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Nach und nach trudeln die übrigen Aussteller ein und wir können ihre - je nach Erfahrung - versierten Aufbauaktionen und die verschiedenen Käfigausstattungen bewundern.

Da wir vor Jahren bereits ein einziges Mal auf einer Katzenausstellung als Besucher gewesen waren, hatten wir das typische Erscheinungsbild von dekorierten Ausstellungskäfigen noch gut vor Augen, als wir uns an die Fertigung unserer Käfigausstattung machten: Meist dunkel - blau oder schwarz - gehaltener Pannésamt als Hintergrund und Abtrennung zu den Nachbarkäfigen, mehr oder minder plüschige Kuschelhöhlen als Rückzugsmöglichkeit und je nach Geschmack und künstlerischem Geschick oft noch eine vollflächige Stoffabdeckung des Käfigdeckels und aufwändig gestaltete Volants und Querbehänge zur Einrahmung des “Sichtfensters”.

Unserer Meinung nach passt solch eine Käfigausstattung vom Stil her perfekt zu traditionellen Katzenrassen wie Perser, Britisch Kurzhaar oder den elegant-grazilen Orientalen, keinesfalls jedoch zu solchen “Naturburschen” wie es unsere Norwegern oder auch Maine Coons sind.

Aus diesem Grund hatte ich nahezu alle “Zutaten” für die Käfigausstattung stilgerecht beim großen schwedischen Möbelriesen erstanden und dort die Kinder- und Babyabteilung frequentiert.

Ich glaube, dass wir mit unserer skandinavisch-freundlichen Käfigaustattung in hellen Farben uns wohltuend und den Charakter der Norwegischen Waldkatze unterstreichend von den übrigen Ausstellern abheben. Zumindest kommen uns nur positive Kommentare zu Ohren!

Bald kommt dann auch Michael, der Züchter von unserem Björn und bringt uns die perfekt zugeschnittenen Plexiglasscheiben für die Käfigfront aus seinem Fundus, welche die beiden Männer dann gemeinsam in Sekundenschnelle befestigen. Wenn ich daran denke, wir hätten die schlabberig-dünne Plexi-Folienware, die wir leider nur erhalten hatten, anbringen müssen, dann wäre das ein schrecklicher K(r)ampf geworden und hätte vor allem nie so professionell ausgesehen. Vielen Dank Michael nochmals an dieser Stelle!

Außerdem blickt er - als Profi - natürlich auch sofort in den Ausstellungskatalog (den wir mit einem Achselzucken weggepackt hatten) und stellt mit einem Blick fest, dass Björn in der falschen Farbklasse gemeldet ist! Oh Schreck - aber zum Glück packt er mich kurzerhand ins Schlepptau und veranlasst beim Ausstellungssekretariat die Umschreibung in die richtige Farbklasse.

Das war das erste, was ich gelernt habe: Immer gleich den Ausstellungskatalog auf Fehler prüfen - die Meldebestätigung, die ich mir angeschaut hatte, war nämlich durchaus korrekt gewesen, doch Grundlage für die Einteilung der Katzen auf die unterschiedlichen Richter ist dann das, was im Katalog steht.

Das zweite, was ich gelernt habe: Wir hätten einfach länger abwarten sollen mit dem Aufbauen, denn gut die Hälfte der angrenzenden Käfige an der uns ursprünglich zugeteilten Stelle wurde dann doch nicht belegt - und wir hätten dann doch mitten “im Herzen” der Ausstellung zwischen lauter anderen Norweger-Züchtern und -Besitzern sitzen können.

Aber für den Beginn ist es auch nicht so schlecht, ganz am Rande der Halle und an der Fensterfront platziert zu sein. Björn kann durch die Fenster nach draußen schauen und wie von daheim gewohnt auch ein paar Vögelchen vorbeiflattern sehen. Vor allem am Sonntagnachmittag werden wir jedoch sehr froh über unseren “schlechten” Platz sein, denn dann gibt es vorne, direkt vor der Bühne vor lauter Besuchern kein Durchkommen mehr und die Luft dort ist schneidend dick geworden.

Wir stellen dann auch fest, dass die große Mehrheit der Katzenbesitzer und -Züchter ein sehr freundliches, hilfsbereites und kommunikatives Völkchen ist. So werde ich denn auch im Laufe der Ausstellung in die Geheimnisse des Lesens des Ausstellungskataloges und der Zuordnung der Farbgruppen auf die Richter eingeführt.

Samstags renn ich nämlich noch alle paar Minuten nach vorne zur Bühne um auf den Anschriebtafeln zu schauen, ob unsere Käfignummer bei der uns zugeteilten Richterin schon aufgerufen ist, da ich kein System in den für mich wahllos erscheinenden Nummern erkennen kann.

Sonntags geht es dann schon erheblich ruhiger zu Sache, denn da haben wir uns dann aus den o.g. Aufstellungen eine Liste der Startnummern vor uns gefertigt und können ganz geruhsam abhaken, wenn wieder eine neue Gruppe angeschrieben war und so ein besseres Gefühl für die Geschwindigkeit, mit der die Richterin vorankam, bekommen.

Kurz vor dem Richten geht es dann nochmal ans Bürsten - woraufhin uns Michael dann noch den Hinweis gibt, das Fell in Zukunft nicht mit einer Bürste, sondern mit einem Kamm mit rotierenden Zinken zu lockern. Es empfiehlt sich, dass derjenige, welcher das Tier zum Richten präsentiert, seine Hände mit Feliway oder Catnip einsprüht, um eine beruhigende Wirkung auf die Katze zu erreichen. Nur schade, dass es ein solches “Wundermittel” nicht auch für uns Menschen gibt - ich bin am Samstag beim Präsentieren so aufgeregt, dass ich fast den Heldentod auf der Bühne sterbe.

vor-dem-grossen-Moment

Hier stehe ich mit Björn auf der Bühne und warte, zur Richterin vorgelassen zu werden -
schwer zu sagen, wem von uns beiden flauer zu Mute ist...

der-grosse-Moment

Die Richterin, Frau Sattler, ist überaus freundlich und wirkt sehr beruhigend auf uns beide nervöse Zappels ein, als ich ihr gestehe, dass ich das allererste Mal auf Ausstellung bin und nicht so recht weiß, was ich zu tun habe.

Bjorn-hat-1-CAC

Geschafft! Wir sind nur froh, von der Bühne herunter zu kommen - mir schwirrt grade noch der Kopf von den ganzen “excellents”, welche die Richterin zu den einzelnen Bewertungsteilen geäußert hat.

Dann geht es für Björn schnell zurück in die relative Ruhe des Ausstellungskäfigs, während wir an die Bühne eilen, um zu beobachten wie Björns Wurfbruder Benny sich bei einer der anderen Richterinnen macht - als urplötzlich und unvorhersehbar unsere Nummer erneut auf der Tafel angeschrieben wird!!!

Ich kämpfe mich quer durch die Halle, immer die Mahnung von Michael im Hinterkopf, bloß nicht zu spät vor der Richterin zu erscheinen, pflücke den leicht mißmutigen Björn aus dem Käfig, verwuschele ihm angesichts des Zeitmangels nur kurz das plattgelegene Fell und rempele mich durch die Massen wieder zurück zur Bühne.

Dort wird Björn dann von der Richterin mit einem sibirischen Waldkater und einem Birma-Kater verglichen. Mein Herz rast, hoffentlich halte ich Björn richtig und - um Himmels willen, wie lange dauert das, der kleine Kerl ist ja gar nicht so klein und wird von Minute zu Minute schwerer in meinen Händen!

Zum Schluß bekommt der Birma dann die Nomination, da sowohl Björn als auch der Sibirer einfach noch zu junge “Bübchen” gegen diesen ausgewachsenen “Herrn” sind - aber Michael teilt unseren freudigen Überschwang, dass Björn in der Auswahl für die Nomination gelandet ist!

Nach dem all die Aufregung ausgestanden ist, genießen wir den restlichen Ausstellungstag und unterhalten uns mit unzähligen Katzenfreunden, schlendern selbst mehrfach durch die Halle und bewundern Katzen aller Rassen. Die Zeit vergeht wie im Fluge und schon läuft auf der Bühne die Wahl der Best in Show und Best in Best - und wir bemerken eine plötzlich eine lange Schlange Aussteller, die sich vom Ausstellungssekretariat bis weit in die Halle hinein windet - die Richterbögen und Zertifikate sind abholbereit!

Wir warten etwas, bis sich die Schlange verkürzt hat und stellen uns dann an - um Björns erste Bewertung CAC zu erhalten!!!

Vom hervorragenden Ergebnis beflügelt, schließen wir uns der allgemeinen Aufbruchstimmung an, verpflanzen Björn in den Kennel, verschließen den Käfig, den wir über Nacht dekoriert stehen lassen dürfen, schieben die Klappstühle unter den Tisch und streben im Pulk den Parkplätzen zu.

Zuhause angekommen stürzt sich Björn erstmal auf Josua, der ihn von Kopf bis Fuß abschnobert ob der vielen fremden Gerüche, ehe er sich dringend aufs stille Örtchen verzieht. Vor all den Besuchern hatte er dann doch nicht genügend Privatsphäre gehabt, um sich auf der Ausstellung zu erleichtern.

Bevor wir todmüde in die Betten fallen, werden noch schnell ein paar Tiefkühlpizzen in den Ofen geschoben und verzehrt und das hervorragende Ergebnis gleich den Züchtern weitergegeben.

TAG 2: Sonntag, den 17. Februar 2008  

Heute schlafen wir etwas länger, denn die Ausstellung beginnt eine Stunde später. Diesmal dürfen Peer und Jette mit, während Jonas auf Josua aufpassen wird.

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Björn ist nicht ganz so begeistert von unseren Vorbereitungen...
Ich bleibe heute lieber bei Josua, scheint dieser Blick zu sagen.

Wir denken heute auch an das extra für die Ausstellung gekaufte Katzenzelt - nun, da das meiste über Nacht in der Halle geblieben ist, haben wir auch nicht gar so viel zu schleppen wie gestern.

Unterwegs besorgen wir noch belegte Brötchen an der Autobahnraststätte, da wir nicht damit rechnen, im ländlich-schwäbischen Möglingen an einem Sonntag einen geöffneten Bäcker zu finden.

Am Einlass stellen wir fest, dass wir noch eine Ecke länger hätten schlafen können - die obligatorische Tierarztkontrolle findet sonntags aus Zeitgründen nur für die Neuzugänge statt, alle Kandidaten, die gestern schon dabei waren, werden durchgewunken.

Noch etwas, was wir so gelernt haben!

Mit dem Ausstellungskatalog bewaffnet, erstelle ich anhand der “unserer” heutigen Richterin zugeteilten Farbklassen der einzelnen Rassen eine Liste der Ausstellungsnummern, die vor uns dran sind.

Leider verzögert sich der Beginn des Richtens durch etliche Ummeldungen erheblich - die Wartezeit zehrt stark an den Nerven.

Mittlerweile haben wir auch gelernt, wieso es zu solchen Ummeldungen kommt: Für jeden zu erringenden Titel muss die Katze von drei unterschiedlichen Richtern das dafür notwendige Zertifikat erhalten haben. Wenn nun eine Katze im Vorfeld bereits zwei der benötigten drei Zertifikate errungen hatte und am ersten Ausstellungstag das dritte erhält - dann wird sie  für den zweiten Ausstellungstag auf die nächsthöhere Klasse umgemeldet, damit Katze nebst Besitzern nicht unnötig einen anstrengenden und teuren Ausstellungstag verplempern müssen.

Am Samstag haben wohl sehr sehr viele der ausgestellten Tiere diese Hürde gemeistert, weshalb es zu solch einer Anzahl an Umschreibungen kommt, dass das Ausstellungssekretariat nur noch “wirbelt”...

Glücklicherweise geht selbst die längste Wartezeit irgendwann vorbei - bei uns um so schlagartiger, da durchgesagt wird, dass unsere Richterin nicht, wie vorgesehen, mit der Kategorie I, Langhaarkatzen, sondern mit der Kategorie II, Semi-Langhaarkatzen, beginnt.

Dadurch fallen gleich mal 50 % der Nummern auf meiner fein säuberlich erstellten Liste weg...

Sobald die in der Reihenfolge vor uns aufgestellten Norwegischen Waldkatzen sowie die Maine Coon zur Hälfte durch sind, beginne ich, Björn - diesmal mit dem empfohlenen Kamm, für die Wertung zu richten, denn nach meiner Liste sind wir die erste Nummer in der Reihe der Norwegischen Waldkatzen.

Es ist witzig, wie die Ausstellungsbesucher auf das Schönmachen reagieren. Die meisten sind wohl eher kratzbürstige “normale” Hauskatzen gewohnt und können es gar nicht fassen, wie brav und ergeben sich unsere Rassekatzen die eingehende Fellpflege gefallen lassen.

Es ist gut, dass ich die Liste aufgeschrieben habe, denn auf einmal werden Nummern angeschrieben, die weit hinter uns in der Reihenfolge liegen - da nehme ich mir natürlich gleich ein Beispiel an Michaels gestrigem Sprint zum Sekretariat und monierte unser Fehlen auf der Anschreibetafel - was auch prompt zum Aufruf unserer Nummer per Lautsprecher durch die Vorsitzende unseres Katzenclubs führt.

Nachdem mir am Tag zuvor bei der Präsentation die Arme so lahm geworden waren, haben wir beschlossen, dass heute Thilo mit der Präsentation an der Reihe sein soll.

Here they come...

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Die ungeteilte Aufmerksamkeit beider - gilt dem Richtertisch...

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Ich finde dieses Bild spricht für die Theorie unserer neuen Katzenfreundinnen aus Bad Dürkheim, wonach Katze und Besitzer einander ähneln...

...Thilo besteht darauf, dass er nur “ruhig, ganz ruhig” gesagt hat...

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Oje - sooo viele Menschen in der Halle!

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Es geht ans Richten. Einmal rechts geblickt...

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...einmal links geblickt...

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...und einmal geradeaus.

Fertig?

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Nein!

Also bitte:

Hol’ mich hier raus - ich bin kein Star!!!

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Die Richterin prüft die Konstitution...

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..das Fell...

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...die dreieckige Gesichtsform...

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...Näschen und Kinn...

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...und notiert alles fein säuberlich im Bewertungsbogen.

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“Braves Kätzchen, fein gemacht?” - zu früh gefreut...
...der Richter-Azubi, der hier so interessiert zuschaut, veranstaltet die ganze Prozedur noch ein zweites Mal...

Lieber Björn, wir sind so stolz auf dich, wie geduldig du diese eingehende Prüfung über dich ergehen ließest.

Du hast das Herz eines wahren Champions!

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So, und ich will jetzt nur noch eines: den Geruch dieser ganzen fremden Hände wegputzen und ansonsten meine Ruhe haben!

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Auch für uns heißt es nur noch: Abwarten...

Original-und-Falschung

Und hinter dem dekorierten Käfig vor dem Ansturm der Besuchermassen in Deckung gehen...

Als der Nachmittag sich neigt, die Sieger auf der Bühne wieder gegeneinander antreten, peilen wir das Ausstellungsekretariat schon an, noch ehe sich wieder eine meterlange Schlange bilden kann und holen Björns zweite Bewertung ab - CAC.

Mit solch einem Ergebnis hätten wir nie und nimmer gerechnet - alle Anstrengungen sind mit einem Schlag, naja, nicht vergessen, aber doch verdrängt.

Peu à peu packen wir zusammen, bringen schon mal Stühle, Sitzpolster, Bücher ins Auto, ehe der große Sturm nach Hause anhebt - und endlich gibt es das Signal zum Zusammenpacken!

Alle helfen zusammen und in nullkommanix ist der Käfig leer und das Auto voll und wir brausen fröhlich wieder nach Hause! Immerhin haben auch 40 der eigens für die Ausstellung entworfenen Visitenkarten einen Abnehmer gefunden!

Nachtrag: Montag, 18.02. 

Vergeblich freute ich mich auf längeres Ausschlafen: Björn weckt mich um 5:30 h mit lautem Miauen.

Nein, er hat keinen Hunger, keinen Durst - nach all dem Herumgeliege und Gepoofe und Herumgetragen werden zwei Tage lang auf der Ausstellung ihm ist langweilig und er will spielen!

Josua hat er nicht wach bekommen, der liegt im Körbchen und pfetzt unwillig die Augen zu - also muss “Mama” dran glauben. Gähn, was bin ich froh, dass er sich nach 20 Minuten endlich mit dem Leckerli-Ball selbst beschäftigt und ich noch eine Mütze voll Schlaf nehmen kann!

Aber auch Björn ist sichtlich geschafft von den Aufregungen des Ausstellungswochenendes:

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Heute kuschele ich nur mit Josua, auf den ich zwei so lange Tage verzichten musste...

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