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Die Farben des Norwegers

Wie bei jeder Rasse der Art Hauskatze (Felis sylvestris catus) werden auch bei der Norwegischen Waldkatze sämtliche Fellfarben durch die drei Farbstoffe Eumelanin (schwarz), Phäomelanin (fahlgelb) und Trichochrom (orange), deren mehr oder minder stark ausgeprägtes Vorliegen oder aber der (teilweisen) Absenz (Leuzistismus) von Farbstoffen hervorgerufen.

Bei den Norwegern sind alle Fellfarben zugelassen außer chocolat, dessen Verdünnung lilac, sowie cinnamon, dessen Verdünnung fawn, des weiteren golden, sowie die Point-Abzeichen.

Bei den zugelassenen Fellfarben handelt es sich also um schwarz (black), dessen Verdünnung blau (blue), rot (red), dessen Verdünnung crème (creme) sowie die einzig bei den Norwegischen Waldkatzen bekannte und zugelassene Fellfarbe amber und dessen Verdünnung light-amber.

Alle diese Farben sind zugelassen als uni wie auch als bicolor mit einem beliebigen Anteil Scheckungsweiß.

Die oben genannten Farben sind auch vertreten als unterschiedliche Tabbyzeichnungen (classic/blotched, mackerel, spotted, selten ticked) sowie als non-Agoutis, der Definition nach sind dies Katzen ohne sichtbare Tabbyzeichnung – wobei dies im eigentlichen Sinne nur black und blue non agoutis sind, da sowohl red als auch insbesondere amber non agoutis zeitlebens eine sehr stark ausgeprägte „Geisterzeichnung“ des Fells aufweisen.

Im Falle der amber non agoutis ist diese Geisterzeichnung so deutlich ausgeprägt, dass erst der genetische Nachweis, dass es sich um non-agouti Tiere handelt, dazu führte, dass dieser Farbschlag anerkannt wurde!

Während bei anderen Rassen über Jahrzehnte, gar Jahrhunderte nach Farbnuancen selektioniert wurde, zeigt die – züchterisch – relativ junge Norwegische Waldkatze eine breite Varianz innerhalb der unterschiedlichen Fellfarben.

Zum Beispiel kann die Grundfarbe bei einem black tabby von einem sehr hellen, warmen Farbton, nahezu goldbraun zu nennen, bis zu dunkleren, kühleren Graunuancen variieren.

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Zwei Tabbys beim Kuscheln: black-silver-tabby-classic (NFO ns 22) und amber-tabby-spotted (NFO nt 24)

Auch bei den blau-tabby, red(-tabby) und creme(-tabby) und vor allem bei den amber-Varianten gibt es eine weite Bandbreite an Farbnuancen von Tier zu Tier, die sich auch jahreszeitlich bzw. über die Altersentwicklung des Tieres hinweg verändern können.

Auch bei Silber und (bei non-agouti) Smoke Katzen ist dies zu beobachten.

Es gibt keine Regeln zum Anteil und der Verteilung des Scheckungsweiß. Alle Muster sind zugelassen.

Sabine persönlich gefallen jedoch nur symmetrische Musterungen, sie würde keine Bicolor-Katzen mit assymetrischer Zeichnung für die Zucht verwenden.

Doch dies ist natürlich nur Sabines persönlicher Geschmack!

Der Züchter wird natürlich die leuchtendsten Farben und die klaresten Fellzeichnungen für seine Zuchtkatzen bevorzugen, doch vergessen wir darüber nicht, dass beim Norweger immer der Typ und die Fellqualität bevorzugt werden sollten vor der Farbe (ganz zu schweigen vom Charakter!)

Reinweiß ist eine Art Deckmantel, unter dem sich alle möglichen Farben genetisch verstecken können. Durch die Studie des Stammbaums kann man sich eine Vorstellung davon machen, welche Farben möglicherweise verdeckt getragen werden.Unter den Reinweißen gibt es unterschiedliche Augenfarben, blau oder gelb/grün oder auch zweierlei Augenfarben.

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Black (NFO n) erschmusekuschelt amber-tabby-spotted (NFO nt 24)

Schwarz (non agouti) ist eine sehr interessante Farbe für die Zucht, sehr oft verbunden mit einer exzellenten Fellqualität (wie wir auch an unserem Ait täglich sehen!)

Blau (non agouti) ist die Verdünnung von Schwarz und darf im Erwachsenenalter keine Spuren der Geisterzeichnung mehr zeigen.

Rot (non agouti) wird jedoch immer mehr oder weniger stark seine Geisterzeichnung erkennen lassen.

Crème (non agouti) ist die Verdünnung von Rot für die das selbe gilt.

Amber (non agouti) zeigt die dunkle Tabby-Geisterzeichnung zeitlebens sehr stark und beeindruckt insbesondere mit dem dazu im Kontrast (weil Merkmal der non-agouti) dunklen Nasenspiegel („Schwarznasen“).

Light-Amber (non agouti) ist die Verdünnung von Amber, für die das selbe gilt, optisch erinnern diese Tiere sehr an warme Blau-Tabbys (mit dunklem Nasenspiegel).

Schwarz-Tabby ist DIE klassische Farbe für die Norwegische Waldkatze schlechthin. Wie alle Tabby-Zeichnungen ist sie als Classic/Blotched (mit einer Räderzeichnung auf den Flanken, einem Schmetterling im Nackenbereich und drei parallelen, vom Kopf bis zur Schwanzwurzel durchgehenden Ahlstrichen), Mackerel (getigert mit einem durchgehenden Ahlstrich vom Kopf bis zur Schwanzwurzel), Spotted (meist eine in Tupfen aufgelöste Tigerung ohne durchgehenden Ahlstrich, seltener eine gleichmäßig verteilte Tüpfelung) und Ticked (Salz-und-Pfeffer-Musterung) möglich.

Alle Tabbys tragen das typische „M“ auf der Stirn.

Selbstverständlich gibt es auch Blau-Tabby (die Verdünnung von Schwarz), Rot-Tabby und dessen Verdünnung Crème-Tabby sowie Amber-Tabby und Light-Amber-Tabby in allen beschriebenen Tabby-Musterungen.

Für eine gute Darstellung des Tabby-Musters soll sich die Grundfarbe gut vom Muster abheben. Aufgrund des langen und dichten Fells ist das Tabby-Muster im vollen Winterpelz nur schlecht zu erkennen, besser im nahezu kurzhaarigen Sommerfell oder bei den Jungtieren.

Tortie (non agouti) bzw. Torbie (Tabby) ist die Kombination von Rot einerseits und Schwarz bzw. Amber andererseits (mit oder ohne Scheckungsweiß). Aufgrund der geschlechtlichen Vererbung von Rot normalerweise nur bei Weibchen zu finden. Eine leuchtende Farbe wird hier bevorzugt, wobei Amber-Torbie oft nur sicher daran zu erkennen ist, dass das Weibchen rote Katerchen wirft, denn im rötlichen Amber-Tabby-Pelz ist das Rot oft kaum zu unterscheiden.

”Törtchen” sind ebenso als verdünnte Farben in blau-(crème-)tortie/torbie und light-amber-tortie/torbie zu finden.

Smoke (non agouti) bzw. Silber (Tabby) – ist keine eigene Farbe, sondern ein Effekt, der die oben genannten Farben mehr oder weniger „versilbert“. Von der Wurzel des Haares bis zur Mitte des Haarschafts ist das Fell nicht pigmentiert. Bei den Tabbys hebt sich die Tabby-Zeichnung in der Fellfarbe (schwarz, blau, rot, crème, amber, light-amber) deutlich von der silbernen Grundfarbe ab, während bei Smoke der silberne Haarschaftteil erst deutlich sichtbar wird, wenn man das Fell scheitelt.

Wie bis hier hin beschrieben, ist die Farbpalette der Norweger mit ihren verschiedenen Nuancen, dermaßen breit, dass sie die unterschiedlichsten Ausprägungen darstellen kann, so unterschiedlich, dass der unerfahrene Besucher einer Rassekatzenausstellung sich schwer vorstellen kann, dass dass alle diese Tiere in ihrer Verschiedenheit der gleichen Rasse der Norwegischen Waldkatze angehören. „Ach, das sind auch Norweger?“ – diese Frage fällt oft, aber gerade für die Liebhaber der Rasse ist die Farbe nicht ein Merkmal wie die anderen, der Ausdruck, der Körperbau und der Charakter sind immer wichtiger als die Farbe des Tieres.

Gerade weil die Norwegischen Waldkatzen weniger auf Fellfarben, sondern mehr auf Fellqualität, Typ, Ausdruck und Charakter gezüchtet werden, als andere Rassen, erscheint es geradezu als logische Quintessenz, dass in den Reihen der Norweger das jüngste Auftreten der „neuen“ Fellfarben amber, light-amber, amber-tabby und light-amber-tabby zu beobachten war.

Zuletzt eine Bitte in eigener Sache:

Wir würden hier gerne die gesamte Bandbreite der bei der Norwegischen Waldkatze zugelassenen Farben vorstellen.

Doch unsere vier Kater decken leider nur ebensoviele Varianten ab.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns ein Foto ihrer Katze zur Verfügung stellen würden.

Ein Link auf Ihre Seiten erfolgt selbstverständlich.

Schreiben Sie uns einfach an.

Vielen Dank!

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