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Freilauf – heute noch zeitgemäß?

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Die ideale Haltungsform in einer idealen Welt

Jedem Katzenfreund geht das Herz auf, wenn er eine Katze auf einer weiten, sonnigen Wiese sieht, wie sie hoch konzentriert ein Mauseloch belauert und dann im energiegeladenen Sprung die Beute erhascht.

Dann ist Katze ganz und gar „Katze“, ein „kleines Meisterwerk“ voll Grazie, Eleganz, unabhängig, wild und doch Schmusetier in einem.

Doch wo können heute Katzen noch ganz und gar Katzen sein, so wie das vor Jahrzehnten noch der Fall war?
Und wie artgerecht ist heute unter den heutigen Bedingungen Freigang?

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Jegliche Katzenhaltung ist heutzutage ein Kompromiss

Wie artgerecht ist es, die Tiere den Gefahren auszusetzen, für die sie die Evolution in keinster Weise ausgestattet hat, Gefahren die erst durch unsere Zivilisation, Industrielle Revolution, Motorisierung und Bevölkerungswachstum in den letzten Jahrzehnten massiv zugenommen haben?

Auch Freigang ist heute immer und überall ein Kompromiss, bei dem man sorgfältig abwägen muss, genauso wie die übrigen Haltungsformen reine Wohnungshaltung, Wohnungshaltung mit gesichertem Balkon/Terrasse, Wohnungshaltung mit Leinenauslauf oder Wohnungshaltung mit Gartengehege.

Keine dieser Haltungsformen entspricht dem natürlichen Lebensumfeld der Katze, wie es über Jahrtausende bis ins letzte Jahrhundert hinein bestand.

Jede dieser Haltungsformen kann jedoch artgerecht ausgestaltet werden, wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen vorliegen und vom Halter auch dementsprechend ausgebaut werden.

Gerade in dichtbesiedelten Gebieten wird der Aktionsradius der (langzeit-überlebenden) Freigänger oft stark überschätzt. Eine britische Studie aus den 70er Jahren kam für den Ballungsraum schon damals auf eine durchschnittliche Reviergröße von gerade mal 290 m2, auf welche die Katzen selbst sich beschränkt haben.
Dies beobachten wir auch an den wenigen langzeitüberlebenden Freigängern in unserem Wohngebiet, diese beschränken sich in der Mehrzahl nur auf das Grundstück ihrer Besitzer (mit deutlich kleinerer Fläche als die angegebenen 290 m2). Diejenigen Katzen jedoch, die nicht ein solches Verhalten zeigen, erreichen selten ein Alter von mehr als 1 1/2 bis 2 Jahren.

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Der motorisierte Verkehr

Die größte Gefahr für Freigängerkatzen geht heutzutage unbestreitbar vom motorisierten Verkehr aus. So große Anpassungskünstler unsere Katzen auch sind, schließlich stammen sie allesamt von wilden Wüstentieren ab und haben sich ganz und gar ohne menschliches Zutun zum Beispiel an die klimatischen Verhältnisse sowohl in rauer, klirrender Kälte z.B. Skandinaviens oder Sibiriens als auch an tropische Verhältnisse ohne nächtliche Kühle in Südostasien angepasst, indem die einen sich ein wärmendes, doppellagiges Halblanghaarfell nebst schützenden Schneeschühchen zugelegt und die anderen ihrer Unterwolle entledigt haben.

Doch diese Anpassungen geschahen über Jahrhunderte, wenn nicht gar Jahrtausende, denn schließlich ist jüngst der älteste Fund einer domestizierten Katze auf 9500 Jahre vor unserer Zeit auf Zypern datiert worden (Quelle) und die Entwicklungen der jüngeren Zeit gingen und gehen einfach viel zu schnell vonstatten, als dass sich ein Lebewesen evolutorisch daran anpassen könnte. Was man ja auch nur zu gut an der Zunahme „zivilisatorischer Krankheiten“ beim Menschen beobachten kann, dessen Organismus nach wie vor auf das Leben als Jäger und Sammler, nur teilweise auch Bauer und Hirte ausgelegt ist, und der unter dem Bewegungsmangel und der einseitigen Ernährung des modernen Lebens sichtlich leidet.

Die Erfindung des Automobils durch Carl Benz in Mannheim 1885 liegt heute gerade mal 126 Jahre zurück – ein Wimpernschlag, gemessen an der unendlich langsam tickenden Uhr der Evolution.

Man kann davon ausgehen, dass in den ersten 65 Jahren nach seiner Erfindung das Automobil aufgrund seiner geringen Verbreitung kaum in das Lebensumfeld von Katzen, aber auch Wildtieren eingegriffen hat. So gab es z.B. 1950 in Deutschland gerade mal 700.000 zugelassene PKW (von 2,7 Mio KFZ insgesamt). (Quelle)

Dies ergab eine Dichte von nicht einmal 2 PKW pro Quadratkilometer.

In der zweiten Hälfte der 50er Jahre führte das Wirtschaftswunder zu einem rasanten Anstieg des PKW-Bestands auf 8,9 Mio – entsprechend ca. 25 PKW/km2.

In den folgenden Jahrzehnten verdoppelte sich die Zahl der Autos zunächst bis 1975 auf 19,8 Mio (55 PKW/km2), die nächste ungefähre Verdoppelung wurde dann 1995 mit 40,4 Mio Autos (113 PKW/km2) erreicht.

Heute sind in Deutschland alleine 41,7 Mio PKW zugelassen (116 PKW/km2) bzw. knapp 50,2 Mio KFZ insgesamt (140 KFZ/km2) – nicht einberechnet die unzähligen ausländischen PKW und vor allem LKW welche unser Land im Transit durchqueren oder hier Lieferungen ausführen. (Quelle)

Schon allein anhand dieser Zahlen wird klar, dass sich die Verhältnisse in den letzten 15-20 Jahren stark verändert haben gegenüber dem Leben zum Beispiel zur Zeit unserer Kindheit in den 70er Jahren, als beispielsweise der viel zitierte Zoologe und Verhaltensforscher Paul Leyhausen in den 60er- und 70er Jahren den Zenith seiner wissenschaftlichen Arbeit erreichte, kaum mehr zu vergleichen sind mit den Lebensumständen vor 50, 60 oder mehr Jahren und keinesfalls mehr etwas mit unberührter Natur, mit „Natur“ überhaupt mehr gemein haben.

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Todesursachen von Katzen - eine repräsentative Studie

Klarheit verschafft auch eine über 10 Jahre angelegte Studie des Veterinary Diagnostic Laboratory am Western College of Veterinary Medicine (WCVM) in Saskatoon, Provinz Saskatchewan in Kanada.
Eine Kurzzusammenfassung dieser Studie auf Englisch, die über 10 Jahre sowohl in ländlichen Gebieten als auch städtischen Lagen in der kanadischen Provinz Saskatchewan die Todesursachen von Katzen dokumentierte, zeigt dass die Katzen an folgenden Todesursachen verstarben:

    34% Verkehrsunfälle
    20% Herzerkrankungen
    13% unbekannt
    8% Darmerkrankungen
    6% Erkrankungen der Atemwege
    5% Harnwegserkrankungen
    5% andere Verletzungen
    4% FeLV
    1% Hirnhautentzündung
    1% Lebernekrose
    1% Sepsis
    1% Blutungen.

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Das gefährlichste Raubtier

„Homo homini lupus“, Der Mensch ist des Menschen Wolf – gleichermaßen verhält er sich auch seinen tierischen Mitwesen gegenüber.

Ist es nicht so, dass die größte Gefahr – abgesehen vom Straßenverkehr – unseren Katzen durch unsere Mitmenschen droht?

Die bestenfalls mit landwirtschaftlichen Maschinen zuvor über Wochen unberührte Wiesen und Äcker bearbeiten, die arg- und gedankenlos (Ratten)Gift auslegen, die der Jagd frönen (der Abschuss von Hauskatzen ist ab einem bestimmten Abstand zur geschlossenen Bebauung in allen Bundesländern erlaubt!), die entnervt sind ob der zunehmenden Zahl von Katzenhinterlassenschaften in ihren liebevoll gepflegten Gärten...

...oder die schlicht und ergreifend vorsätzliche Tierquäler sind?

Aus dem Bauch heraus, hatten wir uns gedacht, dass vielleicht einer von 1000 Menschen eine Veranlagung für solche Grausamkeiten haben könnte. Doch diese Zahl kam uns dann fast schon zu hoch gegriffen, zu negativ, pessimistisch eingeschätzt vor, weshalb wir uns die Mühe gegeben habe, nach verlässlichen Zahlen aus wissenschaftlicher Quelle zu suchen.

Das Ergebnis hat uns dann sehr verstört: 3 Promille der Normalbevölkerung (also ohne Soziopathen) sind Tierquäler!

Drei von 1000 ganz normalen, „unbescholtenen“ Mitbürgern hat diese dunkle Seite und lebt sie aus! (Quelle) Hinzu kommen dann noch Gewaltstraftäter, bei denen die Quote bei bis zu 60% liegt, die aber hoffentlich nicht in großer Zahl unerkannt in unserer Mitte leben.

Einen starken Einfluß auf die Anzahl von solch verkommenen Charakteren hat - neben anderem - auch die Bevölkerungsdichte im jeweiligen Ort. Aufschluß darüber gibt bspw. diese Karte..

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Eine Übersicht über die verschiedenen Haltungsformen

Reine Wohnungshaltung

Reine Wohnungshaltung erfordert ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Kompromissbereitschaft und Vorkehrungen für den Katzenhalter.

Da die Katzen nur auf die Fläche der Wohnung, seltener des Hauses, beschränkt sind, muss ihnen hierfür anderweitig Ausgleich geschaffen werden.

Unabdingbar ist bei reiner Wohnungshaltung

  • die Haltung in charakterlich harmonisch aufeinander abgestimmten Kleingruppen – hierbei ist es von Vorteil, nur Katzen z.B. der gleichen Rasse (da es rassebedingt unterschiedliche Grundcharaktere gibt) und des gleichen Geschlechts zu halten
  • die Haltung von Katzen welche Freilauf nicht kennen oder nur sehr kurz kennengelernt haben, z.B. auch Rassekatzen, welche über Generationen auf die Akzeptanz von Wohnungshaltung hin selektiert wurden
  • ausreichend Grundfläche in Abhängigkeit von den charakterlichen Eigenschaften der Katzen – so ist die in der Literatur häufig genannte Untergrenze von 20 m2 pro Katze nur für extrem phlegmatische Rassen bzw. Individuen zu tolerieren. Von mehr zur Verfügung stehendem Platz profitieren alle Rassen und alle Katzenpersönlichkeiten gleichermaßen. Das Nutzen der 3. Dimension (siehe dort) kann viel ausgleichen, ist aber kein Allheilmittel.
    Für die agilen, bis ins hohe Alter verspielt bleibenden Norweger sehen wir als Untergrenze bei reiner Wohnungshaltung eine Fläche von 90 m2 als notwendig an, und zwar gleichgültig, ob für zwei, drei oder vier Katzen. Wir konnten uns bei zahlreichen Ferienhausaufenthalten davon überzeugen, dass unterhalb von 90 m2 das normale Verhalten unserer Katzen extrem eingeschränkt wurde – was für ein, zwei Wochen (oder falls eine unvorhergesehene Notsituation eingetreten ist) tolerierbar sein mag, aber nicht als Dauerzustand von vorneherein so geplant werden sollte!
  • das Nutzen der dritten Dimension in Form von deckenhohen Kratzbäumen, sogenannten „Cat-Walks“, Liegeflächen auf Schränken, Bücherregalen usw. Der Phantasie sind hier (fast) keine Grenzen gesetzt
  • die Sicherung von Fenstern gegen Hinausfallen (auch angenehm als sommerliche Liege, Sonn- und Beobachtungsplätze) und von Kippfenstern gegen die tödliche Falle durch Einquetschen
  • die Bereitstellung von mindestens einem Katzenklo pro Katze (besser nach der Regel 1 pro Katze plus 1 für die Wohnung, idealerweise 2 Klos pro Katze – je eines für das „große“ und „kleine“ „Geschäft“) zur Prophylaxe von Coronavirus-Infektionen welche bei gestresstem Immunsystem und suboptimaler Haltung zu FIP mutieren können
  • das Einhalten von regelmäßigen Spielstunden zum „auspowern“ der Katzen und zur Fiterhaltung des ganzen Organismus, auch Vorbeugung von Übergewicht (siehe auch Ernährung)

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Wohnungshaltung mit gesichertem Balkon/Terrasse

Ebenso wie reine Wohnungshaltung erfordert auch die Wohnungshaltung mit Balkon oder Terrasse ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Kompromissbereitschaft und Vorkehrungen für den Katzenhalter.
Da die Katzen nur auf die Fläche der Wohnung zuzüglich des Balkons beschränkt sind, muss ihnen hierfür anderweitig Ausgleich geschaffen werden.

Unabdingbar ist bei Wohnungshaltung mit Balkon/Terrasse

  • die Sicherung des Balkons/der Terrasse mit geeignetem Netz gegen Absturz bzw. Entweichen der Katzen sowie regelmäßige Überprüfung auf die Sicherheit des verwendeten Netzes.
    Die Lebensdauer unseres ersten, olivgrün eingefärbten Netzes am Balkon betrug ca. 10 Jahre, dann wurde es brüchig. Weiße bzw. klarsichtige Netze haben eine deutlich verkürzte Lebensdauer gegenüber eingefärbten.
  • die Haltung in charakterlich harmonisch aufeinander abgestimmten Kleingruppen – hierbei ist es von Vorteil, nur Katzen z.B. der gleichen Rasse (da es rassebedingt unterschiedliche Grundcharaktere gibt) und des gleichen Geschlechts zu halten
  • die Haltung von Katzen welche Freilauf nicht kennen oder nur sehr kurz kennengelernt haben, z.B. auch Rassekatzen, welche über Generationen auf die Akzeptanz von Wohnungshaltung hin selektiert wurden
  • ausreichend Wohnungsgrundfläche in Abhängigkeit von den charakterlichen Eigenschaften der Katzen – (siehe oben Reine Wohnungshaltung)
  • das Nutzen der dritten Dimension in Form von deckenhohen Kratzbäumen, sogenannten „Cat-Walks“, Liegeflächen auf Schränken, Bücherregalen usw. Der Phantasie sind hier (fast) keine Grenzen gesetzt
  • die Sicherung von Fenstern gegen Hinausfallen (auch angenehm als sommerliche Liege, Sonn- und Beobachtungsplätze) und von Kippfenstern gegen die tödliche Falle durch Einquetschen
  • die Bereitstellung von mindestens einem Katzenklo pro Katze (besser nach der Regel 1 pro Katze plus 1 für die Wohnung, idealerweise 2 Klos pro Katze – je eines für das „große“ und „kleine“ „Geschäft“) zur Prophylaxe von Coronavirus-Infektionen welche bei gestresstem Immunsystem und suboptimaler Haltung zu FIP mutieren können
  • das Einhalten von regelmäßigen Spielstunden zum „auspowern“ der Katzen und zur Fiterhaltung des ganzen Organismus, auch Vorbeugung von Übergewicht (siehe auch Ernährung)

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Wohnungshaltung mit Leinenauslauf

Noch mehr als die reine Wohnungshaltung und Wohnungshaltung mit Balkon/Terrasse erfordert gerade die Wohnungshaltung mit Leinenauslauf ein überaus hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Kompromissbereitschaft und Vorkehrungen für den Katzenhalter.
Da die Katzen die meiste Zeit des Tages nur auf die Fläche der Wohnung, seltener des Hauses, beschränkt sind, muss ihnen hierfür anderweitig Ausgleich geschaffen werden.

Unabdingbar ist bei Wohnungshaltung mit Leinenfreilauf

  • die Bereitschaft zu regelmäßigem Leinenauslauf mit den Katzen, denn haben Katzen erst einmal auf diese Art und Weise die spannende „Draußenwelt“ kennengelernt, so werden sie in der Regel auch mit Nachdruck darauf bestehen, sie möglichst täglich in Anspruch zu nehmen
  • ein ausgewogenes Verhältnis von Leinenführern zu Katzen.
    Ein Leinenführer sollte maximal zwei eher ruhige Katzen gleichzeitig an der Leine führen und dies nur in ruhiger, von der Straße abgewandter Umgebung.
    Im Urlaub praktizieren wir morgendlichen Leinenauslauf dank unserer Kinder in einer 1 zu 1 Situation.
    Hiervon haben die Katzen am meisten.
  • eine geeignete Umgebung für den Leinenfreilauf:
    ruhig, verkehrsarm, am besten auf einem (eigenen) Privatgrundstück.
    Bei entsprechenden Voraussetzungen ist es auch möglich, die Katzen an langen Schleppleinen (ca. 10 m) zentral anzuleinen und unterdessen z.B. zu frühstücken, Abend zu essen, im Garten zu arbeiten...
    Auch wenn die Katzen einen braven Eindruck hierbei machen, sollte man sie niemals unbeaufsichtigt im Garten lassen, denn es können jederzeit unvorhersehbare Ereignisse (Hund, fremde Katze, Überschallknall eines Kampfjets...) zu Panikreaktionen führen, die das sofortige Eingreifen nötig machen
  • das Vorhalten eines „Plan B“ für den Fall, dass sich die Katzen nicht dauerhaft mit dem Leinenauslauf begnügen, z.B. in Form eines gesicherten Katzengartens (siehe dort)
  • die Haltung in charakterlich harmonisch aufeinander abgestimmten Kleingruppen – hierbei ist es von Vorteil, nur Katzen z.B. der gleichen Rasse (da es rassebedingt unterschiedliche Grundcharaktere gibt) und des gleichen Geschlechts zu halten
  • die Haltung von Katzen welche Freilauf nicht kennen oder nur sehr kurz kennengelernt haben, z.B. auch Rassekatzen, welche über Generationen auf die Akzeptanz von Wohnungshaltung hin selektiert wurden
  • ausreichend Wohnungsgrundfläche in Abhängigkeit von den charakterlichen Eigenschaften der Katzen – (siehe oben Reine Wohnungshaltung)
  • das Nutzen der dritten Dimension in Form von deckenhohen Kratzbäumen, sogenannten „Cat-Walks“, Liegeflächen auf Schränken, Bücherregalen usw. Der Phantasie sind hier (fast) keine Grenzen gesetzt
  • die Sicherung von Fenstern gegen Hinausfallen (auch angenehm als sommerliche Liege, Sonn- und Beobachtungsplätze) und von Kippfenstern gegen die tödliche Falle durch Einquetschen
  • die Bereitstellung von mindestens einem Katzenklo pro Katze (besser nach der Regel 1 pro Katze plus 1 für die Wohnung, idealerweise 2 Klos pro Katze – je eines für das „große“ und „kleine“ „Geschäft“) zur Prophylaxe von Coronavirus-Infektionen welche bei gestresstem Immunsystem und suboptimaler Haltung zu FIP mutieren können
  • das Einhalten von regelmäßigen Spielstunden zum „auspowern“ der Katzen und zur Fiterhaltung des ganzen Organismus, auch Vorbeugung von Übergewicht (siehe auch Ernährung)

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Wohnungshaltung mit Gartengehege

Ebenso wie die anderen Formen der Wohnungshaltung erfordert auch die Wohnungshaltung mit Gartengehege ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Kompromissbereitschaft, Vorkehrungen und nicht zuletzt an finanziellen Investitionen für den Katzenhalter. Dank des finanziellen Einsatzes „erkauft“ man sich jedoch eine ähnliche Bequemlichkeit in der Katzenhaltung, wie man sie von der Freilaufhaltung kennt, indem man einfach den Tieren nach deren Lust und Laune die Türe (zum Gehege) öffnen kann, wenn sie im Haus, in der Wohnung Zeichen von Langeweile und Unausgelastetheit zeigen.

Obwohl den Katzen neben der Fläche der Wohnung bzw. des Hauses auch noch eine mehr oder weniger großzügige Außenanlange zur Verfügung steht, sind sie natürlich dennoch beschränkt auf ein relativ kleines „Revier“ und deshalb muss ihnen hierfür zusätzlich zum Garten auch noch anderweitig Ausgleich geschaffen werden.

Unabdingbar ist bei Wohnungshaltung mit gesichertem Gartenauslauf

  • die Haltung in charakterlich harmonisch aufeinander abgestimmten Kleingruppen – hierbei ist es von Vorteil, nur Katzen z.B. der gleichen Rasse (da es rassebedingt unterschiedliche Grundcharaktere gibt) und des gleichen Geschlechts zu halten
  • ein gesicherter Gartenauslauf eignet sich nicht nur für die Haltung von Katzen welche Freilauf nicht kennen oder nur sehr kurz kennengelernt haben, z.B. auch Rassekatzen, welche über Generationen auf die Akzeptanz von Wohnungshaltung hin selektiert wurden, sondern ist auch, bei entsprechend großzügigen Gegeheausmaßen (200 m2 aufwärts) bereits mehrfach erfolgreich für die Umgewöhnung von ehemaligen Freilaufkatzen zu Wohnungskatzen (mit Gartenauslauf) angewandt worden, wie uns das zahlreiche Rückmeldungen wegen der Vorstellung unseres Katzengartens bewiesen haben
  • trotz der zur Verfügung stehenden Gartenfläche auch immer ausreichend Wohnungsgrundfläche in Abhängigkeit von den charakterlichen Eigenschaften der Katzen – (siehe oben Reine Wohnungshaltung)
  • das Nutzen der dritten Dimension in Form von deckenhohen Kratzbäumen, sogenannten „Cat-Walks“, Liegeflächen auf Schränken, Bücherregalen usw. Der Phantasie sind hier (fast) keine Grenzen gesetzt
  • die Sicherung von Fenstern gegen Hinausfallen (auch angenehm als sommerliche Liege, Sonn- und Beobachtungsplätze) und von Kippfenstern gegen die tödliche Falle durch Einquetschen
  • die Bereitstellung von mindestens einem Katzenklo pro Katze (besser nach der Regel 1 pro Katze plus 1 für die Wohnung, idealerweise 2 Klos pro Katze – je eines für das „große“ und „kleine“ „Geschäft“) zur Prophylaxe von Coronavirus-Infektionen welche bei gestresstem Immunsystem und suboptimaler Haltung zu FIP mutieren können in der Wohnung.
  • empfehlenswert ist es, auch das ein oder andere Katzenklo (je nach Größe bzw. Katzenanzahl) im gesicherten Garten aufzustellen, um die Bepflanzung zu schonen.
  • das Einhalten von regelmäßigen Spielstunden zum „auspowern“ der Katzen und zur Fiterhaltung des ganzen Organismus, auch Vorbeugung von Übergewicht (siehe auch Ernährung) ist bei Katzen mit Zugang zu größeren Gartengehegen (ab 100 m2) nur noch als „Bonbon“, sozusagen als „Kür“ für Besitzer und Katze anzusehen, da sich die Katzen insbesondere im Sommerhalbjahr bei ständiger Verfügbarkeit des Gartens in mehr als ausreichendem Maße selbst bzw. miteinander zu beschäftigen wissen.
    Im Austausch mit zahlreichen anderen Haltern von Wohnungskatzen fiel uns der eindeutige Tenor auf, dass z.B. in der Weihnachtszeit aufgestellte Dekoration umso entspannter toleriert und nicht als Katzenspielzeug zweckentfremdet wird, umso öfter die Katzen Zugang zu Gartengehegen haben und je größer und abwechslungsreicher diese Gehege gestaltet sind.

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Freilaufhaltung

Die Freilaufhaltung erfordert das geringste Maß an Kompromissbereitschaft und Vorkehrungen vom Tierhalter, aber im Gegenzug ein entsprechend größeres Maß an Freilauf-geeigneten Rahmenbedingungen der Umwelt.

Die finanziellen Aufwände, welche gegenüber einem Freigehege bei dieser Haltungsform nicht anfallen, sollten aber aufgrund der höheren Unfallgefahr von Feilaufkatzen in eine entsprechend ausgestattete finanzielle Krankeitsvorsorge fließen, sei es in Form eines Sparkontos für Tierarztkosten oder einer OP- oder Tier-Krankenversicherung.

Unabdingbar ist bei Freilaufhaltung

  • die Eignung des Wohngebietes für Freilauf (siehe dort)
  • die organische Eignung der Katze(n) für Freilauf.
    Der Freilauf sollte erst nach erfolgter Kastration, frühestens mit 8-9, besser erst mit 11-12 Monaten angeboten werden, da unkastrierte Tiere sowie Jungtiere ein ungleich leichtsinnigeres Verhalten an den Tag legen als ältere, kastrierte Tiere.
    Keinesfalls sollte Freilauf für taube, blinde, geistig behinderte (Stichwort Ataxie) oder körperlich bewegungsbehinderte Katzen in Erwägung gezogen werden.
  • die charakterliche Eignung der Katze(n) für Freilauf.
    Unbedarft-naive, auch noch mit mehr als einem Jahr extrem verspielte Katzen, Katzen welche ein unerschütterliches Vertrauen zu jedem Menschen, auch Unbekannten, an den Tag legen, eignen sich nicht für Freilauf.
    Eine Katze für Freilauf sollte idealerweise ein zurückhaltendes Wesen haben, zur Vorsicht neigen, Bedächtigkeit in ihren Emotionen und Handlungen zeigen.
    Am besten schaut man sich deshalb beim Wunsch nach einer Freigängerkatze in einem gut geführten Tierheim, bei Pflegestellen von Tierschutzorganisationen oder im Bereich der Privatvermittlung von geübten Freigängern um, wo man entsprechende Charaktere unter den erwachsenen Tieren gezielt finden kann.
    Bei Kitten vieler Rassen, bei Mixe sowie bei Hauskatzen ist schwer abzuschätzen, wie sie sich charakterlich entwickeln werden.

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Eignung des Wohngebietes für Freilauf

Ob sich ein Wohngebiet für Freilauf eignet oder nicht, lässt sich anhand verschiedener Punkte abklären.

  • Verkehr
    Die Nachbarschaft zu einer Autobahn, einer vierspurigen (Bundes)Straße bzw. Bahngleisen im Hauptverkehr (insbesondere ICE-Trassen) ist ein absolutes Ausschlusskriterium für Freilaufhaltung.
    Auch innerstädtische Wohnlagen sowie Misch-, Gewerbe- und Industriegebiete sind in der Regel so verkehrsfrequentiert, dass Freilauf keine Option darstellt.
    In reinen und allgemeinen Wohngebieten sollte man vor der Entscheidung ob Freilauf möglich ist oder nicht einerseits die angrenzenden Straßen in einem Radius von ca. 1 km begutachten und andererseits eine kleine, formlose Nachbarschaftsbefragung starten.
    Denn leider gibt es Tempo-30-Zonen und Spielstraßen zuhauf, in denen die Geschwindigkeitsbegrenzungen von der Mehrzahl der Verkehrsteilnehmer nur als Dekoration betrachtet werden.
    In ländlicher Umgebung scheint die Welt verkehrstechnisch gesehen auf den ersten Blick noch in Ordnung, doch leider wird die geringere Frequenz des Verkehrs in manchen Landstrichen durch das notorische Raserverhalten insbesondere der jugendlichen Landbevölkerung mehr als überkompensiert. Jede Region hat da so ihre „üblichen Verdächtigen“ was sich in mitunter bitterbösen Umdichtungen der Zulassungs-Kennzeichen äußert. (Wie z.B. „Motorisierte Odenwälder S..[domestizierter Paarhufer]”)
    Diese Studie zeigt merkwürdigerweise, dass Gebiete mit sehr hohem oder überdurchschnittlichen Verkahrsaufkommen keinen Einfluß auf die Unfallstatistik von Freigängerkatzen zu haben scheinen - ggf. greift hier der bereits weiter oben geschilderte Effekt, dass sich Katzen in dicht besiedelten Gebieten quasi selbst zu “Gartenkatzen” machen und mit sehr kleinen Reviergrößen vorlieb nehmen (um dem motorisierten Verkehr auszuweichen?).
    Jedoch verunfallten laut dieser Studie in Gebieten mit durchschnittlichem bzw. unterdurchschnittlichem Verkehrsaufkommen mit 58,3% deutlich mehr aller Katzen im Freigang.
    Und selbst in Regionen mit wenig bzw. sehr wenig Verkehr wurden doch 36% aller Freigängerkatzen in einen Autounfall verwickelt.
  • Bevölkerungsdichte
    Sehr eindrucksvoll ist die Verteilung der Bevölkerungsdichte in Deutschland auf dieser Karte zu erkennen.
    Eine höhere Bevölkerungsdichte geht einher mit einem höheren Verkehr (siehe dort), aber auch mit kleineren Grundstücksgrößen und Freiflächen sowie einer höheren Dichte an Katzen, was zu Stress und ständigen Auseinandersetzungen mit anderen Freigängern führen kann.
    Sehr anschaulich kann man dies daran erkennen, dass Freigänger z.B. in dichtbesiedelten Wohngebieten mit hoher Freigängerzahl ihr Markierverhalten dahingehend steigern, dass sie auf Rasenflächen oder Beetflächen abkoten und eben nicht nach Katzenmanier verscharren.
    Mit der höheren Bevölkerungsdichte und den kleineren Grundstücksgrößen geht aber auch eine Steigerung der latenten Grundspannung der menschlichen Bewohner einher. Jemand, der auf 3- oder 400 m2 Grundstück sein Häuschen gebaut hat, dem sitzen – je nach örtlichen Bebauungsvorschriften – seine nächsten Nachbarn mit rund 2,5 Metern Abstand „auf der Pelle“.
    Jedes Kinderlachen, jede Gartenparty, jede Unterhaltung, jedes Husten – alles bekommt die Nachbarschaft 1 zu 1 mit, was oft zu einer Reizüberflutung und dies wiederum zu steigender Gereiztheit und fehlender Gelassenheit führt.
    In solch einer angespannten Situation kann dann das Kratzen der Nachbarskatze am sorgsam gehegten Birnbäumchen, die Haare der Nachbarskatze auf den Gartenauflagen, das Verunreinigen von Beeten oder gar Herausfangen von Zierfischen auf Teichen echte „Grabenkriege“ unter Nachbarn hervorrufen.
    Nicht zuletzt wird auch durch die Rechtssprechung diesem Umstand (ansatzweise) genüge getan, indem nur der Freilauf von zwei Katzen eines Haushalts gleichzeitig gestattet wird.
    Dies bringt jedoch insbesondere in dicht besiedelten Wohnsiedlungen kaum Entlastung, denn wo sich die Menschen geradewegs wie Legehennen in schmalen Grundstücken “stapeln” hat man schnell 10 bis 15 Katzen sich im Gärtchen tummeln, selbst wenn sich alle Katzen haltenden Nachbarn an diese Regel halten.
    Aus eigener Anschauung wissen wir, dass es keinen Spaß macht, ständig die Hinterlassenschaften fremder Katzen aus Beeten, Rabatten und vom Rasen zu entfernen, dass es nicht amüsant ist, Markierungen an Haus- und Terrassentüren vorzufinden oder gar eine fremde Katze auf dem Wohnzimmerfensterbrett (und tobende eigene Katzen drinnen).
    Der Bau unseres Katzengartens hat die Situation für uns deutlich entspannt, endlich verfügen wir über eine Gartenfläche die nicht ständig von allen Katzen der Nachbarschaft als Toilette zweckentfremdet wird. Die Planungen, auch noch den Ostteil des Grundstücks zu sichern, werden hauptsächlich von dem Umstand getrieben, dass sich dort fremde Katzen tummeln - und erleichtern.
    Nicht zuletzt spielt bei der Bevölkerungsdichte auch der Fakt mit hinein, dass rein statistisch gesehen auf 1000 Einwohner 3 äußerlich unbescholtene Mitbürger kommen, welche Tiere quälen. Und die Berichterstattung über mit Cutterklingen oder Draht gespickten Würstchen, welche hier im Wohngebiet sowie in Nachbarstadtteilen und –ortschaften immer wieder ausgelegt werden, machen einem klar: Diese Tierquäler sind unerkannt unter uns und treiben ihr Unwesen!
  • Überschätzung des Freigänger-Radius
    Gerade in dichtbesiedelten Gebieten wird der Aktionsradius der (langzeitüberlebenden) Freigänger oft stark überschätzt. Eine britische Studie aus den 70er Jahren kam für den Ballungsraum schon damals auf eine durchschnittliche Reviergröße von gerade mal 290 m2, auf welche die Katzen selbst sich beschränkt haben.
    Dies beobachten wir auch an den wenigen langzeitüberlebenden Freigängern in unserem Wohngebiet, diese beschränken sich in der Mehrzahl nur auf das Grundstück ihrer Besitzer (mit deutlich kleinerer Fläche als die angegebenen 290 m2).
    Diejenigen Katzen jedoch, die nicht ein solches Verhalten zeigen, erreichen hier selten ein Alter von mehr als 1 1/2 bis 2 Jahren.
  • Am besten verschaffen Sie als Neuling sich einen Überblick über die Verhältnisse in Ihrem Wohngebiet, indem Sie den Kontakt zu Ihren Nachbarn - auch im größeren Radius von etwa 300 - 400 m - suchen und diese in einem freundlichen Gespräch von Katzenliebhaber zu Katzenliebhaber über deren Erfahrungen mit der Katzenhaltung, mit Tierhaltung allgemein befragt.
    Nehmen Sie zu Ihren Sonntagsspaziergängen einen Block und Stift mit und notieren Sie jeweils kurz die erfragten Daten über Katzen, die bei Ihren Nachbarn aktuell leben und in der Vergangenheit gelebt haben.
    Erfragen Sie dabei auch, wie alt die Katzen waren, als ihnen erstmalig Freigang zugestanden wurde.
    Wo es viele Freigänger gibt und die Leute überwiegend gute Erfahrungen gemacht haben, stellt sich die Situation anders dar als wenn häufiger Verlust, Verletzungen oder Tod von Freigängerkatzen zu beklagen ist.
    Bei Ihrer kleinen, informellen Umfrage sollten Sie sich aber auch nach anderen Vorkommnissen wie allgemeinen Vandalismus, Raserei, aggressiven Hunden, Verhalten des Jagdpächters etc. erkundigen.
    Betrachten Sie auch das Umfeld genau und schauen Sie, wenn möglich, in die Gärten. Ungesicherte Regentonnen stellen eine grausame Todesfalle für Katzen dar, ebenso gekippte Fenster insbesondere in Gartenhäusern, weil dort niemand eine eingeklemmte Katze bemerkt.
  • Nur Sie selbst können durch Analyse Ihres Wohngebiets und durch Befragung Ihrer Nachbarn die Datenbasis schaffen, aufgrund derer eine Bewertung Ihres Wohngebiets zur Eignung für Freilaufkatzen möglich wird.
    Lassen Sie sich nicht durch vorgefasste Meinungen oder von Ferndiagnosen irritieren - jedes Wohngebiet, jede Katze und jeder Halter wird zu einer anderen Bewertung gelangen..

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Eignung der Katze für Freilauf

Im gleichen Maße, wie die Eigenschaften des Wohngebietes vor einer Entscheidung für oder wider Freilauf untersucht werden sollten, muss man auch den charakterlichen und gesundheitlichen Eigenschaften der Katze sein Augenmerk schenken.

  • die organische Eignung der Katze(n) für Freilauf.
    Der Freilauf sollte erst nach erfolgter Kastration, frühestens mit 8-9, besser erst mit 11-12 Monaten angeboten werden, da unkastrierte Tiere sowie Jungtiere ein leichtsinnigeres Verhalten an den Tag legen als ältere, kastrierte Tiere.
    Keinesfalls sollte Freilauf für taube, blinde, geistig behinderte (Stichwort Ataxie) oder körperlich bewegungsbehinderte Katzen in Erwägung gezogen werden.
  • die charakterliche Eignung der Katze(n) für Freilauf.
    Unbedarft-naive, auch noch mit mehr als einem Jahr extrem verspielte Katzen, Katzen welche ein unerschütterliches Vertrauen zu jedem Menschen, auch Unbekannten, an den Tag legen, eignen sich nicht für Freilauf.
    Eine Katze für Freilauf sollte idealerweise ein zurückhaltendes Wesen haben, zur Vorsicht neigen, Bedächtigkeit in ihren Emotionen und Handlungen zeigen.
    Am besten schaut man sich deshalb beim Wunsch nach einer Freigängerkatze in einem gut geführten Tierheim, bei Pflegestellen von Tierschutzorganisationen oder im Bereich der Privatvermittlung von geübten Freigängern um, wo man entsprechende Charaktere unter den erwachsenen Tieren gezielt finden kann.
  • Bei Kitten vieler Rassen, bei Mixe sowie bei Hauskatzen ist schwer abzuschätzen, wie sie sich charakterlich entwickeln werden.
    Es empfiehlt sich daher, für die Freilaufhaltung nur erwachsene Tiere älter als mindestens ein Jahr, besser 2-3 Jahre in Erwägung zu ziehen.
  • das geeignete Alter für Freilauf
    Das Alter der Katze steht signifikant im Zusammenhang, wie gut (oder schlecht) sie insbesondere mit den Gefahren des Verkehrs zurechtkommt: Mit jedem Jahr Anstieg des Lebensalters sank laut dieser Studie die Wahrscheinlichkeit für Freigänger, einen Verkehrsunfall zu haben, um 16%!
    46% der Katzen, die in einen Autounfall verwickelt waren, waren zwischen 7 Monaten und 2 Jahren alt, 29% waren im Alter von 2-6 Jahren gemäß dieser Studie.
    Dies bedeutet, dass von den Katzen im Alter von 7 Monaten bis 2 Jahren in dieser Studie 80,7% Opfer eines Verkehrsunfalls wurden!!!
  • das geeignete Geschlecht für Freilauf
    Auch das Geschlecht steht gemäß dieser Studie klar im Zusammenhang mit der Neigung zu Autounfällen, so waren 62% der verunfallten Katzen männlich und nur 38% weiblich. Es war jedoch kein Zusammenhang festzustellen, ob eine Kastration eine Auswirkung auf das Unfallverhalten hat. Kater scheinen häufiger in Unfälle verwickelt zu sein, da sie mehr Zeit draußen verbringen als Katzen.
  • die geeignete Fellfarbe für Freilauf
    Wie man in dieser Studie erkennen kann, waren immerhin 44% der Katzen, die in einen Verkehrsunfall verwickelt waren, entweder schwarz oder Hauptsächlich schwarz und weiß, verglichen mit 35% der Kontrollgruppe.
  • die geeignete Tageszeit für Freilauf
    Nach dieser Studie scheint es kaum messbaren Einfluß der Tageszeit des Freilaufs auf das Unfallverhalten zu geben, jedoch zeigte sich eine leichte Tendenz ab, dass nächtlicher Freilauf gefährlicher ist, denn mit 53,5% verunfallten mehr als die Hälfte der Katzen mit nächtlichen Freilauf.
  • N. B.:
    geradezu kontraproduktiv scheint sich nach dieser Studie das Tragen eines reflektierenden Halsbandes auf die Unfallwahrscheinlichkeit auszuwirken - 69,7% der Katzen, die ein Reflektorhalsband trugen, verunfallten, hingegen nur 30,3% der Katzen mit einem reflektierenden Halsband nicht! .

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Sonderfall Rassekatze

Für Rassekatze gelten all diese genannten Punkte zur Entscheidungsfindung, doch darüber hinaus sind hoch höhere Ansprüche sowohl an die Eignung des Wohngebietes als auch der Katze für Freilauf zu stellen, ehe man dies in Erwägung ziehen sollte.

Und dies keinesfalls aufgrund des hohen Kaufpreises einer Rassekatze im Gegensatz zu einem Findling, Bauernhof- oder Tierschutzkätzchen, dass etwa „das Geld zu schade sei“... (obwohl dieses Argument gerade im schwäbischen Teil unseres Bundeslandes unbestreitbarer Weise seine Zugkraft hat...)

Unsere Tierschutzkatze Madita war uns ebenso lieb wie jede unserer Rassekatzen!

Und obwohl ihre Anschaffungskosten nur einen Bruchteil des Kaufpreises einer Rassekatze betrugen, durch ihre Behinderung, Folgeerkrankungen und allgemein nicht besonders gut ausgeprägten Gesundheitszustand wurde sie uns im Laufe ihres Lebens auch im monetären Sinne ein sehr „teures“ Familienmitglied! (Um nicht zu sagen: Das teuerste)

Rassekatzen sind mehr als die Optik, welche man in einem Katzenbuch entdeckt, auf einer Katzenausstellung bewundert hat.

Rassekatzen haben einen rassetypischen Charakter und dieser sollte ausschlaggebend sein für die Entscheidung pro Rassekatze und nicht irgendeine äußerliche “Tapete”.

So unterschiedlich Rassekatzen verschiedener Rassen in ihren Charakteren auch sind, in einem sind sie alle gleich*, in jeder Rasse fand und findet neben der Selektion auf äußere Schönheitsmerkmale, auf Gesundheit und auf den rassetypischen Charakter auch eine Selektion statt auf ein sehr menschenfreundliches, offenes, unkompliziertes Wesen.

Für den Züchter ist es wichtig, eine handzahme und zutrauliche Katzenmutter zu haben, damit er bereits unter der Geburt bei eventuellen Schwierigkeiten im Wortsinne ein“greifen“ kann, damit er jederzeit die zeitgerechte Entwicklung der Kitten durch Wiegen kontrollieren und sie auch in Ruhe, falls notwendig, zufüttern kann. Deshalb wird bei einem seriösen Züchter eine Zuchtkätzin mit großem Vertrauen zu Menschen und offenem Wesen mehr Würfe haben als eine scheue und zurückhaltende Katze, und somit auch an mehr Kitten ihr aufgeschlossenes Wesen vererben.

Für eine ordnungsgemäße Zucht ist es unabdingbar, die Katzen in der Wohnung, im Haus und höchstens in gut gesicherten Gartenausläufen zu halten und keineswegs im Freilauf. Manche Katzen arrangieren sich besser mit diesen Lebensumständen als andere, welche Protestverhalten an den Tag legen. Erstere werden deshalb, weil einfacher zu halten, tendenziell länger in der Zucht eingesetzt, während letzere in einer deutlich kürzeren potenten Phase diese Eigenschaften an viel weniger Kitten weitergeben können.

Züchter selektieren auch aus anderen Gründen auf Furchtlosigkeit vor fremden Menschen: Einerseits werden Zuchtkatzen zum Gesundheitscheck vor den einzelnen Zuchteinsätzen mit Bluttests, Penis- und Scheidenabstrich, Herzultraschall usw. erheblich häufiger einem Tierarzt vorgestellt als Tiere mit denen nicht gezüchtet wird. Deshalb ist es gut, wenn die Tiere einen Charakter haben, der diese Untersuchungen nicht in Stress ausarten lässt.

Andererseits besuchen viele Züchter auch gerne Ausstellungen mit ihren Katzen, aber natürlich nur mit Katzen, denen dieses Abenteuer kein Unbehagen bereitet, bzw. sogar sichtlich genossen wird.

Alle diese Punkte führen zu einer Selektion auf furchtlosen Umgang mit Menschen, offenes Wesen, fehlende Zurückhaltung, längere Verspieltheit. Da eine Katze bereits mit einem Jahr Nachwuchs haben kann, wirken sich solche Selektionen sehr rasch auf die gesamte Rassepopulation aus.

Wie schnell sich Rassekatzen äußerlich verändern können durch Selektion, sieht man am Beispiel traditioneller Rassen wie Perser und Siam, die heute ganz anders aussehen als noch vor 30, 40 Jahren.

Im gleichen Maß wie die äußeren Eigenschaften ändern sich aber auch die inneren, charakterlichen Eigenschaften der Katze binnen einiger Generationen.

Gut auszumachen ist dies auch an unserer Norwegischen Waldkatze. Ein sehr erfahrener Perserzüchter hat uns gegenüber aus dem Nähkästchen geplaudert, wie das erstmalige Auftreten dieser „Wildfänge“ (die jedoch allesamt mindestens Nachzuchten zweiter, dritter Generation waren) die Ausstellungsszene in Deutschland aufgemischt hat.

An unserem Senior Josua kann man das wilde Wesen der ursprünglichen Norweger noch gut erkennen.

Kein Vergleich dazu die softe, umgängliche Art unserer drei Youngster, die beim Tierarzt vertrauensvoll die Pfote hinhalten um Blut zu spenden...

Diese Art der „cool cats“ ist auch von überaus großem Vorteil für ihre Gesundheit, denn Untersuchungen lassen sich erheblich besser ausführen und ergeben eine deutlich klarere Diagnose, wenn die Katze in Ruhe die Untersuchung über sich ergehen lässt und weder ein „Ringkampf“ noch überflüssige und den Organismus schädigende Sedationen selbst für die kleinsten Untersuchungen nötig sind.

Da dann zu der größeren Aufgeschlossenheit Menschen, auch Fremden gegenüber, welche bei Rassekatzen ein erwünschtes Zuchtziel ist, dann noch die außergewöhnliche Optik kommt, wird klar, dass diese Katzen ungleich stärker gefährdet sind, „abgegriffen“ zu werden von Menschen, die sich zwar eine Rassekatze wünschen, aber nicht bereit sind den üblichen und angemessenen Preis bei einem seriösen Züchter dafür zu bezahlen. Die Auswüchse dieser Geiz-ist-geil-Mentalität kann man ja leider in allen möglichen Online-Anzeigenportalen noch und nöcher nachlesen – es gibt ein großes Angebot an „look-a-likes“ einfach deshalb, weil es eine immense Nachfrage nach „Rassekatzen“ gibt, aber nicht die Bereitschaft, auch den entsprechenden Anschaffungspreis aufzuwenden.

Deshalb kommt Freilauf für sämtliche Rassekatzen nur in Gebieten in Betracht, die als absolut ideal für Freigänger zu bezeichnen sind.

Haben Sie Interesse daran, sich eine Rassekatze für Freilaufhaltung zuzulegen, so scheuen Sie bitte nicht das offene Gespräch mit dem Züchter zu dieser Thematik. Legen Sie offen Ihre individuelle Wohn- und Lebenssituation dar, versuchen sie den Züchter mit objektiven Argumenten zu überzeugen.

Seien Sie gewiss, kein Züchter wird Ihnen den Wunsch nach Freilauf verwehren wenn Sie wirklich in solch einem Freigängerparadies leben, wie Sie davon ausgehen. Aber respektieren Sie hierbei bitte auch die Entscheidung des Züchters, er hat eine große Erfahrung und kennt seine Nachzuchten am besten und kann deshalb am sichersten entscheiden welche Katze für welche Umgebung sich eignet – oder eben nicht.

Falls Sie bei Züchtern keinen Erfolg haben mit Ihrer Überzeugungsarbeit, so sollten Sie sich grundsätzliche Gedanken darüber machen, ob Ihre Wohnumgebung wirklich so ideal ist, wie Sie Ihnen vorkommt.

Wenn Sie unbedingt Freilaufhaltung wünschen, wäre dann eventuell eine „Rassekatze“ aus Tierschutzvermittlung eine Option für Sie, die Freilauf nicht nur bereits kennt und einfordert, sondern auch gerade die höchst gefährlichen ersten Jahre hinter sich gebracht und viel Erfahrung im Freilauf sammeln konnte. Gerne sind wir und viele andere Züchter bereit, Ihnen bei der Vermittlung eines solchen Tierschutzfalls zu helfen.

Die andere Option wäre, sich Gedanken über eine Gartensicherung zu machen, denn Gartenauslauf-Haltung vereint die Abwechslung und andere Vorteile für die Katzen und die Bequemlichkeit für Sie der Freiganghaltung mit der Sicherheit von Wohnungshaltung.

    * wenn wir „Rassekatze“ schreiben, so meinen wir immer ausschließlich Rassekatzen vom seriösen Vereinszüchter

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Sonderfall Norwegische Waldkatzen

Da die Norwegischen Waldkatzen bis ins hohe Alter sehr agil bleiben und auch noch im „gesetzten“ Alter wilde Anwandlungen von kittenähnlicher Verspieltheit bekommen, ist die reine Wohnungshaltung nur unter Einschränkungen für sie zu empfehlen.

Aus eigener Erfahrung sehen wir als Untergrenze bei reiner Wohnungshaltung eine Fläche von 90 m2 als notwendig an, und zwar gleichgültig, ob für zwei, drei oder vier Norwegische Waldkatzen. Wir konnten uns bei zahlreichen Ferienhausaufenthalten davon überzeugen, dass unterhalb von 90 m2 das normale Verhalten unserer Katzen extrem eingeschränkt wurde – was für ein, zwei Wochen (oder falls eine unvorhergesehene Notsituation eingetreten ist) tolerierbar sein mag, aber nicht als Dauerzustand von vorneherein so geplant werden sollte!

Gerade wenn man sich (Geschwister)Kitten anzuschaffen plant, sollte die zur Verfügung stehende Wohnungsfläche diesen Wert sogar noch eher überschreiten, plant man jedoch die Aufnahme von älteren Kastraten, so kommen deren etwas gesetztere Charaktere mit diesem Raum gut zurecht.

Von mehr zur Verfügung stehendem Platz profitieren jedoch alle Altersgruppen der Norweger gleichermaßen. Gerade in reiner Wohnungshaltung sollte zusätzlich zur angemessenen Grundfläche die dritten Dimension in Form von deckenhohen Kratzbäumen, sogenannten „Cat-Walks“, Liegeflächen auf Schränken, Bücherregalen usw. exzessiv genutzt werden. Der Phantasie sind hier (fast) keine Grenzen gesetzt.

Von einem zur Verfügung gestellten, gesicherten Balkon/Dachterrasse oder ähnlichem profitieren die Norwegischen Waldkatzen sehr und sie werden diese Möglichkeiten im Gegensatz zu vielen anderen Rassekatzen und Hauskatzen auch ganzjährig, also auch im Winter sehr gerne und intensiv nutzen.

Dies kommt auch der Gesundheit dieser ausgesprochenen Naturrasse sehr entgegen.

Leinenauslauf ist für Norwegische Waldkatzen nur sehr eingeschränkt möglich, da sie eben recht lebhaft sind und sich einerseits ständig um Bewuchs und ähnliches wickeln und andererseits sehr gerne miteinander spielen und dabei einen fürchterlichen Leinenwirrwarr verursachen.

Da wir selbst über genügend Erfahrung in Sachen Leinenauslauf für Norwegische Waldkatzen verfügen, da wir dies über 8 Jahre praktiziert haben und auch heute noch im Urlaub durchführen, raten wir von Leinenauslauf prinzipiell ab.

Der Norweger genießt diesen Auslauf sehr und fordert ihn dann auch sehr vehemment und regelmäßig ein und dies bedeutet tagtäglich (!!) einen sehr hohen Zeitaufwand.

Im Urlaub ist es uns möglich, dies angesichts der freien Zeit zu realisieren, aber in Alltagssituationen kann man die Regelmäßigkeit, welche die Katzen wünschen, praktisch nicht gewährleisten.

Als die ideale Haltungsform für Norwegische Waldkatzen sehen wir die Wohnungshaltung mit gesichertem Gartenauslauf an.

Dies bietet dem Norweger eine spannende, abwechslungsreiche Umgebung, Frischluft, Sonne, Wind, Schnee, wie er es liebt und schützt ihn vor den Gefahren des Freilaufs.

Freigang für Norwegische Waldkatzen ist nur in absoluten Ideallagen angebracht.

Die Einschränkungen der Freigang-Tauglichkeit von Rassekatzen allgemein ist für Norweger noch verschärft aufgrund ihres Charakters.

Vergleichen Sie einfach mal die heutigen Lebensverhältnisse in Norwegen mit 13 EW/km2 (im Vergleich zu 229 EW/km2 in Deutschland – das mehr als 17-fache!!), der trotz der dünnen Besiedelung und wenig öffentlichen Verkehrsmitteln geringere PKW-Dichte in Höhe von 460 PKW/1000 EW (im Vergleich zu 503 PKW/1000 EW in Deutschland) oder schlicht und ergreifend die Zahl der Verkehrstoten von 224 in Norwegen (1/22.000 EW) mit der erschreckenden Zahl der in Deutschland tödlich verunfallten 5.361 (1/15.000 EW).
(Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3, Quelle 4)

Wenn Sie also in einer Region leben, die ähnlich dünn besiedelt ist wie Norwegen, schätzen Sie sich sehr glücklich, dass Sie Ihren Norwegischen Waldkatzen in solch einer Lebenssituation Freigang verantwortungsvoll zugestehen können.

Leider sind die Verhältnisse in Deutschland bis auf wenige, entlegene Regionen keinesfalls mit den heutigen Verhältnissen in der skandinavischen Heimat unserer sanften Wilden zu vergleichen – und noch viel weniger mit den Lebensverhältnissen der Norwegischen Waldkatzen in den vergangenen Jahrhunderten, die sie geprägt und geschaffen haben.

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Nachhaltigkeit der Haltungsbedingungen

Auch wenn Ihre Lebensumstände heute so sind, dass Sie in einer Region leben, in der Freilauf für Katzen, für Rassekatzen oder für Norwegische Waldkatzen verantwortungsvoll abgewogen zu bejahen ist, so muss auch immer eine Prognose der zukünftigen Verhältnisse mit einbezogen werden.

Denn Katzen können (und sollen!) bis zu 20 Jahre alt werden und älter.

Können Sie mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass Sie in den nächsten 20 Jahren nicht z.B. berufsbedingt in eine Region umziehen müssen, in der Freigang nicht zu verantworten ist?

Können Sie mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass in den nächsten 20 Jahren nicht mit der Änderung der lokalen Situation, z.B. durch Bau einer Autobahn, Schnellstraße, ICE-Trasse oder ähnlichem zu rechnen ist? Ein Tipp: Nehmen Sie bei der örtlichen Verwaltung Einsicht in die Flächennutzungsplanung Ihrer Gemeinde, dort werden entsprechende Flächen schon sehr frühzeitig ausgewiesen)

Es ist ungemein schwierig, wenn nicht gar in den meisten Fällen unmöglich, eine Katze von völligem Freigang auf reine Wohnungshaltung zu reduzieren.

Die Möglichkeit, der Katze zumindest einen gesicherten Balkon zur Verfügung zu stellen, ist leider sehr häufig durch die Vorgaben von Vermietern und Eigentümergesellschaften verwehrt. (Ein Umstand, den es dringend zu ändern gälte.)

Dagegen ist es in der Regel ohne größere Umstellungsschwierigkeiten möglich, vormalige Freigänger zu Gartenkatzen umzuwidmen. Eine Vielzahl von Erfahrungsberichten von Katzenhaltern liegt uns darüber vor.

Aber wie gewiss ist es, dass die zukünftige Lebenssituation dann auch die Möglichkeit zur Sicherung eines Gartens, überhaupt des Vorhandenseins eines Gartens beinhaltet?

Leider fordern die heutigen Lebensumstände eine übergroße Flexibilität der Einzelnen und gleichzeitig schrumpfen die Inseln natürlicher Ressourcen und gelockerter Wohngebiete immer mehr.

Wir empfehlen daher, den Aufwand einer Gartensicherung im Falle des geringsten Zweifels nicht zu scheuen, denn im Gegensatz zu Freigängern können Gartenkatzen sich im Notfall auch mit reiner Wohnungshaltung begnügen – auch wenn es kein Idealfall ist, aber doch immer noch besser als die Alternative, sie abzugeben!

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Unsere Empfehlung

Wenn Sie Katzen halten möchten und leben in einer Wohnung, klären Sie bitte zunächst unbedingt die Zulässigkeit der Katzenhaltung ab.

Betrachten Sie die Wohnungsgröße kritisch und entscheiden Sie sich bei beschränkten Wohnverhältnissen lieber auf ruhige Katzenrassen oder ältere, eventuell körperbehinderte Kastraten. Lassen Sie sich gut über die Charaktere der Katzen beraten!

Im Zweifelsfalle verzichten Sie lieber auf die Haltung von Katzen bis Sie über ein geeigneteres Wohnumfeld verfügen.

Wenn irgend möglich, stellen Sie Ihren Katzen den gesicherten Balkon zur Verfügung. Dies erhöht die Lebensqualität ungemein.

Ziehen Sie Leinenauslauf nicht vorschnell in Bedacht, er stellt die höchsten Anforderungen an Sie als Katzenhalter und ist nur für wenige Rassen bzw. ruhige Charaktere geeignet.

Leben Sie hingegen im Eigenheim, so empfehlen wir Ihnen grundsätzlich, eine Sicherung Ihres Gartens in Erwägung zu ziehen.

Ein Katzengarten vereint die Vorteile der Freilaufhaltung sowohl für die Katzen - so etwas wie “Natur” unter den Pfoten, Witterungseinflüsse, Ablenkung, Entfaltungsmöglichkeit durch Platz, Spannung durch Konfrontation mit Nagern, Insekten, Vögeln, Igeln, Echsen, Amphibien... - als auch für den Menschen - einfach Türe auf und glücklich ist die Katze - mit der Sicherheit, welche Wohnungshaltung bietet.

weiterlesen... (zu den Beispielen)

News!

Falls Ihnen die passenden Bewohner für Ihren Katzengarten/gesicherte Terrasse oder Balkon fehlen -
bei Familie Wolfrum Cattery vom Untreusee in Hof
sind zwei wunderschöne Kater, Söhne von Schnuffi und Enkel von Björn zu vermitteln:
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Barbarossa vom Untreusee, red-tabby-mackerel

Balou vom Untreusee,
red solid (non agouti)

Seite zuletzt aktualisiert am 26.06.2013

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