clearpixel

clearpixel

clearpixel

Kontakt

|

News

|

Links

|

Gästebuch

|

Diese Seite weiter empfehlen

Banner190

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

HCM - Hypertrophe Kardiomyopathie

clearpixel
Begriffserklärung

Kardiomyopathie heißt übersetzt nichts anderes als “Erkrankung des Herzmuskels”
(kardio = Herz, myo = Muskel, pathie = Krankheit).

Es gibt unterschiedliche Formen der Kardiomyopathie bei der Katze, einerseits primär-idiopathische Formen der Kardiomyopathie (v.a. dilatative K., hypertrophe K. und restriktive K.) sowie sekundär-erworbene Formen der Kardiomyopathie aufgrund Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), chronischer Niereninsuffizienz (Chronische Nephropathie), Bluthochdruck (Hypertonie) worauf als es als Reaktion zur Entwicklung einer Linksherzhypertrophie kommt. Auch aufgrund der “Zuckerkrankheit” (Diabetes mellitus) sowie einer Überfunktion der Nebennierenrinde mit Cortisolüberproduktion kommt es zu einer Schädigung des Herzmuskels. Sekundäre Herzmuskelerkrankungen können auch die Folge von Entzündungen und Infektionen mit den Erregern des Katzenschnupfenkomplexes sowie der Katzenseuche (Panleukopenie) sein. Darüber hinaus können Bakterien, Pilze sowie Parasiten den Herzmuskel schädigen. Seltenere Auslöser einer Kardiomyopathie sind u.a. Endomyokardiale Fibrose, Fibroelastose, Glykogenspeicherkrankheiten oder neoplastischer Natur. Ein Nahrungsdefizit an der essentiellen Aminosäure Taurin löst eine Taurinmangelkardiomyopathie aus, was jedoch seit der Einführung von Fertigfutter mit Taurinzusatz glücklicherweise nur noch selten auftritt. Insbesondere bei Risikorassen wie Abessiniern, Burmesen, Siamesen und deren Mixe kann sie jedoch auch heutzutage bei normal dosierter Taurinzufuhr entstehen.

Auch dem völligen Laien wird anhand dieser Aufzählung rasch klar, dass die Unterscheidung und korrekte Diagnose dieser Vielzahl an Herzmuskelerkrankungen am nur etwa walnußgroßen Herzen der Katze, das 100 - 130 mal pro Minute schlägt, unbedingt in die Hände von speziell geschulten Tierkardiologen gehört und keinesfalls von einem noch so ambitionierten Haustierarzt geleistet werden kann.

nach oben

Hypertrophe Kardiomyopathie

Unter den aufgeführten Herzmuskelerkrankungen ist die hypertrophe Kardiomyopathie (kurz HCM vom englischen “hypertrophic cardiomyopathy”) die häufigste Herzerkrankung von Katzen.

Kater sind dabei häufiger und früher betroffen als weibliche Katzen, die primär-idiopathische (erbliche) HCM tritt dabei bereits im jungen Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren auf.

Eine zu einem späteren Zeitpunkt auftretende Herzmuskelerkrankung kann demzufolge keine eigentliche - primäre - hypertrophe Kardiomyopathie sein sondern nur eine sekundär erworbene Kardiomyopathie, deren zugrunde liegende Grunderkrankungen zunächst ermittelt werden müssen, um eine erfolgreiche Therapie beginnen zu können.

Bei der hypertrophen Kardiomyopathie kommt es zu einer Verdickung des Herzmuskels, die in der Folge zu einer Versteifung des Muskelgewebes führt. Dadurch kann das Blut schlechter in die Herzkammern einfließen und es bildet sich ein Rückstau von Blut sowohl im Lungen- als auch im Körperkreislauf. Infolgedessen kann es zur Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge (Lungenödem), im Brustraum (Serothorax bzw. Thoraxerguss) oder in der Bauchhöhle (Aszites) kommen. Sowohl das Lungenödem als auch der Serothorax behindern die Atmung (direkt bzw. indirekt), während der Aszites bis auf eine Umfangvergrößerung im Endstadium nahezu symptomlos bleibt.

Die Hypertrophe Kardiomyopathie ist gekennzeichnet ist durch eine primäre, genetisch festgelegte, gering bis hochgradige, gleichmäßig ausgeprägte (konzentrische) Verdickung (Hypertrophie) vorwiegend der linken Herzkammer (Ventrikel). (Definition nach Dr. Kittleson, 1998).

nach oben

Symptome der HCM

Insbesondere in der Anfangszeit ist eine HCM für den Besitzer schwer zu erkennen.

Im Gegensatz zu z. B. Hunden zeigen Katzen selten typische Anzeichen für eine Herzinsuffizienz.

Hauptsächlich im Frühstadium ist die Katze in der Lage, ohne sichtbare Krankheitszeichen mit der HCM zu leben. (Asymptomatisches Stadium)

Instinktiv verändern betroffene Katzen später ihr Verhalten, um sich der Krankheit anzupassen: Sie schlafen mehr und spielen weniger, sie ziehen sich teilweise von ihrer menschlichen Bezugsperson zurück und möchten in Ruhe gelassen werden (Apathie). Da dies jedoch schleichend geschieht, fällt dies dem Besitzer meist kaum auf.
Die betroffenen Katzen zeigen Verhaltensänderungen in der Nahrungsaufnahme. Zunächst wird die Katze wählerisch, es werden nur bestimmte Futtersorten akzeptiert, häufig muss die Futtersorte gewechselt werden. In der weiteren Entwicklung wird die freiwillige Futteraufnahme oft vollständig eingestellt (Anorexie).
Husten, ein bei Hund und Mensch häufiges Indiz, tritt äußerst selten auf und wird von Halter und Tierarzt meist als vergeblicher Versuch, Haarballen oder Gras hochzuwürgen, fehlinterpretiert.
Bei Routineuntersuchungen beim Haustierarzt fällt mitunter ein Herzgeräusch oder ein veränderter Herzrhythmus auf, dies können teilweise die einzigen Hinweise auf eine HCM im Frühstadium sein.
(Initiales Dekompensationsstadium)

Im fortgeschrittenen Stadium kommt es aufgrund der o. g. Flüssigkeitsansammlungen zu Atemproblemen, welche sich in schwerem Atmen (Dyspnoe) oder Hecheln (Tachypnoe) zeigen. Da Katzen so gut wie nie hecheln (im Gegensatz zu Hunden) gehören hechelnde Katzen unbedingt einem Tierkardiologen zur Abklärung vorgestellt.

Der mit dem Fortschreiten der Krankheit einher gehende Leistungsverlust lässt sich bei Katzen nur sehr schwer einschätzen.

nach oben

Graduelle Entwicklung der HCM

Im Zentrum der abweichenden Körperfunktionen als Reaktion auf die krankhaften Veränderungen (Pathophysiologie) der HCM liegt die Verdickung und damit verbundene Versteifung des Herzmuskels. Dies verschlechtert das Einfließen des Bluts in die linke Hauptkammer, wodurch sich im fortgeschrittenen Stadium zunächst Blut im linken Vorhof anstaut, diesen dehnt und erweitert und schließlich in Lunge und Brustkorb zurückstaut. Dies wiederum führt zur Ausbildung eines Lungenödems und/oder Serothorax, die in erster Linie für Tachypnoe und Dyspnoe als klinische Symptome verantwortlich sind.

Aufgrund der zunehmenden Dicke des Herzmuskels kann es dann zu einer Positionsveränderung der Herzklappe zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer (Mitralklappensegel) kommen und daraus folgend zu einer Einengung des Ausflusstraktes der linken Herzkammer (linksventrikulärer Ausflusstrakt), wenn die Klappensegel der Aortaklappen durch das Dickenwachstum der Herzwand in den Ausflussbereich der Hauptschlagader (Aorta) hinein verlagert werden. Dieser Vorgang wird als SAM (Systolic Anterior Motion) bzw. im deutschen Sprachraum als obstruktive HCM (HOCM) bezeichnet. Durch das Zusammenspiel dieser Veränderungen kann das Blut schlechter in den Körperkreislauf gepumpt werden. SAM verursacht dabei ein dynamisches Herzgeräusch, das besonders bei schnellen Herzfrequenzen für den Experten gut zu identifizieren ist.
Nicht bei allen an HCM erkrankten Katzen entwickelt sich SAM.

nach oben

Folgen der HCM

Beim Voranschreiten der Erkrankung entstehen schwerwiegende Folgen für den gesamten Organismus der Katze.

Eine der möglichen Folgen ist das Herzversagen.
Akutes Herzversagen ist gekennzeichnet durch eine schnelle Atmung mit lauten Atemzügen, durch Atmung mit offenem Fang (Hecheln) und durch pumpende Atmungsbewegungen mit Ringen nach Luft. Allgemeine Schwäche sowie hochgradige Apathie kommen hinzu. Diese stauungsbedingten klinischen Anzeichen entstehen durch die zunehmende Unfähigkeit des Herzens, das Blut effizient in den Körper zu pumpen. Es kommt zu einer vermehrten Flüssigkeitsansammlung in der Lunge, im Brustkorb und in der Bauchhöhle. Mitunter kann die Katze Herzrhythmusstörungen bekommen oder sie fällt plötzlich in Ohnmacht. Weitere Symptome des Herzversagens sind Untertemperatur, bleiche Schleimhäute und ein schwacher Puls.

Eine andere mögliche Folge der Kardiomyopathie ist die Embolie und Thrombusbildung.
In den krankhaft vergrößerten Herzkammern (insbesondere in Verbindung mit der Lageveränderung der Aortenklappen) fließt der Blutstrom verlangsamt und fördert somit eine Gerinnselbildung. In langsam bewegtem Blut neigen die Blutkörperchen zur Zusammenzuballung (Thrombus). Kleinere Thromben werden nach und nach aus dem Herzen in die Blutgefäße ausgeschwemmt, setzen sich an einer beliebigen engeren Stelle im Blutkreislauf fest und verschliessen dabei das Blutgefäß zunächst teilweise und später ganz. Am Ende der Hauptschlagader (Aorta), an der Stelle wo sie sich in kleinere Arterien verästelt, welche die Hinterbeine versorgen, geschieht dies am häufigsten. Sobald der Thrombus eine gewisse Größe erreicht hat, wird die Blutversorgung des Schwanzes und der Hinterbeine schlagartig behindert. Dies ist für die Katze sehr schmerzhaft, oft schreien die Katzen dabei plötzlich laut auf. Die Hinterläufe sind dann wie gelähmt und fühlen sich kalt an. Das Auftreten von Hinterhandlähmungen aus heiterem Himmel, ohne dass äußerlich irgendwelche Gründe für die Lähmung (Sturz, Unfall, Gewalteinwirkung...) erkennbar sind, deutet auf eine akute Thromboembolie hin. Dies ist ein absolut lebensgefährlicher Zustand, denn nur etwa die Hälfte der betroffenen Katzen überleben die Embolie. Im günstigen Fall ist innerhalb von 24 bis 72 Stunden eine langsame Besserung der Gliedmaßenfunktion möglich, doch haben diese Tiere ein hohes Rückfallrisiko.

Darüber hinaus können infolge einer HCM auch Sehstörungen bis hin zur Erblindung infolge Netzhautablösung auftreten.

nach oben

Diagnose der HCM

Der erste Schritt zur Diagnose einer HCM sowie jeder anderen Kardiomyopathie ist der Besuch beim Haustierarzt.
Neben einer Allgemeinuntersuchung werden hierbei Herz und Lunge abgehört. Herzgeräusche, die jedoch nicht immer in Verbindung stehen zu einer HCM und nicht bei jeder HCM auftreten, können ein erstes Indiz für das Vorliegen sein.
Manche Katzen mit HCM zeigen beim Abhören auch Rhythmusstörungen oder einen sogenannten Galopprhythmus.
Das Auftreten von Herzgeräuschen sollte bei einem Tierkardiologen abgeklärt werden.
Die Entdeckung von Rhytmusstörungen sollte durch ein EKG weiter untersucht werden.

Das EKG (Echokardiogramm) informiert nicht nur über die Herzfrequenz, wobei mehr als 200 Schläge pro Minute einen Verdacht auf HCM vermuten lassen, sondern auch über das Vorliegen von Rhythmusstörungen.

Seit neuestem wird eine einfache Früherkennungsuntersuchung des Blutes im Labor angeboten.
Hierbei wird im entnommenen Blut, das mittels spezieller Röhrchen versandfähig gemacht wurde, die Konzentration des Hormons BNP auf indirekte Weise über ein Abbauprodukt bestimmt. Das Hormon BNP wird von Herzmuskelzellen als Reaktion auf die Überdehnung infolge einer HCM freigesetzt.
Diese Früherkennungsuntersuchung (Cardiopet® proBNP) eignet sich als Screening bereits für symptomfreie Katzen im asymptomatischen Stadium einer HCM ebenso gut wie zur Vergewisserung bei Verdacht auf HCM im initialen Dekompensationsstadium.

Die Beurteilung einer fortgeschrittenen HCM ist durch Röntgen möglich.
Bruströntgenbilder sind hilfreich zur Diagnose eines Herzversagens, in Verbindung mit dem Nachweis eines Serothorax (Pleuraergusses) oder eines Lungenödems. Darüber hinaus ist ein Röntgenbild von großer Bedeutung zur Erkennung bzw. zum Ausschluss von nicht-kardiologischen Ursachen für die Atemnot. Wurde mittels Röntgenbild ein Herzversagen diagnostiziert, ist eine Herzmuskelerkrankung wahrscheinlich, und unter diesen eine HCM statistisch am häufigsten. Eine gesicherte und genaue Diagnose ist damit aber nicht möglich, da bei einer HCM eine konzentrische Muskelverdickung auftritt, die oft nur in den Kammerinnenraum hinein wächst. Dies ist auf einem Röntgenbild meist nicht zu erkennen.

Entgültige Diagnose durch die Herzultraschalluntersuchung.
Eine Untersuchung des Herzens mittels Ultraschall ist die einzige Methode, um Kardiomyopathien genau zu bestimmen und zu beurteilen. Mit Hilfe des zwei- und dreidimensionalen Schallbilds kann der Tierkardiologe exakte Messungen an den Wandstärken der linken Herzkammer und der Herzscheidewand sowie den Hohlräumen der Herzkammern vornehmen, sowie die Fähigkeit zum Zusammenziehen der Muskeln beurteilen. Mittels Dopplermethode können die Geschwindigkeit, Richtung und Menge des ausgeworfenen Bluts bestimmt werden und damit Aussagen über die Leistungsfähigkeit des Herzens gemacht werden. Des weiteren kann nur mittels Ultraschalluntersuchung der Nachweis von Thrombenbildung in den Herzvorhöfen gelingen. Ein wichtiger zusätzlicher Ultraschallbefund ist die Funktion der Mitralklappe (SAM), die, durch die “verrutschte” Lage im falschen Moment geöffnet, das Blut in den linken Vorhof zurückfliessen lässt.
Nur mittels Echokardiographie können die unterschiedlichen Formen der Kardiomyopathien wie HCM, dilatative und restriktive Kardiomyopathie sicher abgegrenzt werden.

Wird eine Katze im Alter von über sechs Jahren mit Verdacht auf eine HCM vorgestellt, so sollten unbedingt die Auslöser für eine sekundäre Kardiomyopathie in Ausschlußdiagnostik untersucht werden, so vor allem die immer häufiger vorkommende Überfunktion der Schilddrüse (Hypertheorose) mittels Bestimmung von T4.

nach oben

Therapie der HCM

Der behandelnde Tierkardiologe entscheidet anhand der individuellen Untersuchungsergebnisse, ob und in welchem Umfang eine Therapie angebracht ist. Für Katzen gibt es keine Standardtherapie für HCM, die Behandlung der Katze wird für jedes Tier individuell abgestimmt.
Bisher gibt es keine Medikamente welche die HCM in einem frühen Stadium verlangsamen oder gar aufhalten könnten.
Im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium werden Serothorax sowie Lungenödem meist symptomatisch durch Entwässerungsmittel (Diuretika) und einem ACE-Hemmer behandelt, ein Serothorax wird zudem meist punktiert um schwer atmenden Tieren sofort Erleichterung zu schaffen.
Katzen mit SAM erhalten zusätzlich eine Behandlung mit Beta-Blockern, während erweiterte Vorhöfe aufgrund der Gefahr der Thrombenbildung mit gerinnungshemmenden Medikamenten behandelt werden müssen.

nach oben

Erblichkeit der HCM

Wie erwähnt, gehört die Hypertrophe Kardiomyopathie zu den primären Formen der Kardiomyopathie, da ihre Ursache im Herzmuskel selbst und dort in einem genetischen Defekt liegt, der autosomal dominant mit variabler Penetranz vererbt wird.

Die Erblichkeit der hypertrophen Kardiomyopathie ist beim Menschen bereits seit längerem bekannt. Hier sind bereits über 180 verschiedene Genmutationen bekannt, die in unterschiedlicher Stärke und daraus resultierender Überlebensprognose zum klinischen Bild einer HCM führen.

Häufig von der HCM betroffene Rassen sind der Perser, die Maine Coon, Ragdoll, American Shorthair, Britisch Kurzhaar und Rex aber auch ganz normale Hauskatzen und Mixe. Seltener betroffen sind Siamesen, Burma und Abessinier. Alle anderen Katzenrassen, darunter die Norwegische Waldkatze, rangieren im Mittelfeld.

Vor einiger Zeit gelang es einer Forschergruppe um Kathryn Meurs an der Ohio State Universität in Ohio/USA eine Gen-Mutation bei Maine-Coon-Katzen zu identifizieren. Die Gruppe fand das mutierte Gen bei 16 HCM-betroffen getesteten Maine-Coons, jedoch nicht bei den 107 ebenfalls untersuchten, HCM-freien Katzen. Aufgrund dieser Daten wurde die Schlußfolgerung gezogen, dass diese Mutation die primäre hypertrophe Kardiomyopathie bei der Katze verursacht und in der Folge auch ein kommerzieller Gen-Test auf diese Mutation entwickelt.

nach oben

Zuchtuntersuchungen auf HCM

Obwohl die Norwegischen Waldkatzen wie oben erwähnt nicht zu den besonders von HCM betroffenen Rassen zählen, sieht sich eine wachsende Anzahl Züchter - zunächst aufgrund eigener Betroffenheit, wie wir selbst auch - jedoch immer häufiger einfach nur aufgrund der Liebe und Verantwortung gegenüber dieser wundervollen Rasse, die gesund erhalten werden soll, dazu angehalten ihre Zuchttiere auf HCM untersuchen zu lassen.

Aufgrund der oben dargestellten Schwierigkeiten, selbst eine bereits bestehende HCM am Herzen der Katze zu diagnostizieren, wird schnell klar, dass ausschließlich eine Untersuchung durch speziell für Zuchtuntersuchungen geschulte Kardiologen einen Anhaltspunkt über kleinste Veränderungen im Herzmuskel (Myokard) geben kann, die sich in den folgenden Jahren zu einer HCM entwickeln können.
Besonderes Augenmerk kommt hierbei nach Dr. Kittelson einer Papillarmuskelverdickung zu. Nur ein intensiv geschulter Tierkardiologe mit langjähriger Erfahrung kann Abweichungen im Zehntelmillimeterbereich von der Norm richtig einschätzen und bewerten. Bei unklaren Ergebnissen wird ein zertifizierter Kardiologe (in Deutschland vertreten durch das Collegium Cardiologicum) eine Nachuntersuchung im Abstand von 6 Monaten anordnen um eventuelle Veränderungen besser verfolgen zu können.

Tierkardiologen ohne Zusatzausbildung für Zuchtuntersuchungen können zwar bestehende HCM bei erkrankten Tieren gut diagnostizieren, es fehlt ihnen aber an der Erfahrung und der Routine, feinste Abweichungen auf welche es bei der Zuchtuntersuchung ankommt, zu erkennen. Einfachen Haustierärzten mangelt es hingegen meist schon am geeigneten Ultraschallgerät mit Doppler für eine richtige kardiologische Untersuchung, ganz zu schweigen von jeglicher fachlicher Sonographie-Ausbildung.

Zur exakten Zuchtuntersuchung auf HCM ist es notwendig, ein standardisiertes Verfahren anzuwenden mit speziell dafür zugelassenen hochauflösenden Schallköpfen die im vorgeschriebenen Winkel gehalten werden müssen, um die Messergebnisse korrekt auslesen zu können. Eine Info-Seite zu HCM weist darauf hin, dass es es einem zertifizierten Tierkardiologen möglich ist, anhand eines an HCM erkrankten Tieres zu zeigen, wie mittels falschem Anlegen des Schallkopfes Messwerte innerhalb der Toleranzgrenzen zu erzeugen sind, also das Schallergebnis bei Unkenntnis völlig verfälscht werden kann.

Die Internetdatenbank pawpeds hat in Zusammenarbeit mit Kardiologen Richtlinien für die Zuchtuntersuchung von Maine Coons erarbeitet, die derzeit in groben Zügen auch für alle anderen Rassen empfohlen werden.

Hierbei werden Tests für Zuchtkatzen beiderlei Geschlechts ab dem Alter von einem Jahr empfohlen.

In Abweichung hierzu wird von anderen Tierkardiologen empfohlen, Deckkater ab dem Alter von zwei Jahren, Zuchtkatzen ab dem Alter von 3-4 Jahren zu schallen, in JEDEM Fall jedoch VOR DEM ERSTEN ZUCHTEINSATZ!

Eine weitere Info-Seite zu HCM beruft sich darauf, dass alle Kardiologen die Aussage vertreten, dass eine HCM meistens schon ab einem Jahr festgestellt werden kann.

Während es sehr einfach ist, einen “jungfräulichen” Kater bis zum Erreichen dieses Alters nicht decken zu lassen und erst nach erfolgtem, normalem HCM-Schall beim zertifizierten Kardiologen zur Zucht einzusetzen, ist dies im Falle von Zuchtkätzinnen ein höchst risikobehaftetes Unterfangen, da einerseits Katzen ohne hormonelle Behandlung (“Pille”) zur Entwicklung von Dauerrolligkeit neigen und andererseits der Einsatz von Hormonen über längere Zeit das Risiko für Gebärmutterentzündungen (Pyometra) sowie Gebärmutter- und Gesäugekrebs (Mammaturmore) signifikant ansteigen lässt.

Aus diesem Grund werden Zuchtkatzen in der Regel im Alter von ein bis zwei Jahren und keinesfalls erst im Alter von 3-4 Jahren erstmalig belegt.

Uns ist persönlich der Fall einer potentiellen Zuchtkatze bekannt, die bereits im Alter von ca. 1 1/2 Jahren einen auffälligen Schallbefund zeigte - und von der sehr verantwortungsvollen Züchterin sofort kastriert wurde, auch um dem Tier keine Verschlechterung des Befunds aufgrund hormoneller Einflüsse sei es durch Rolligkeit und/oder Hormongabe zu ersparen.

Alle diese Punkte sprechen dafür,

  • Zuchtkatzen vor dem ersten Zuchteinsatz schallen zu lassen,
  • bereits im Alter von einem, eineinhalb, zwei Jahren schallen zu lassen, wenn der Zuchteinsatz vor den empfohlenen 2 Jahren für Katern und 4 Jahren für Kätzinnen erfolgt,
  • ausschließlich vom zertifizierten Kardiologen schallen zu lassen,
  • da auffällige Katzen bereits im Alter um ein Jahr durch geschulte zertifizierte Kardiologen zu erkennen sind und
  • diesen Schall je nach Befund und Empfehlung des Kardiologen im Jahres- oder Zweijahres-Abstand wiederholen zu lassen
  • bis zu einem Alter von sechs Jahren.

In höherem Alter diagnostizierte Kardiomyopathien sind keine primären, genetisch bedingten - eigentlichen - hypertrophen Kardiomyopathien, sondern sekundäre, erworbene Kardiomyopathien, deren zugrundeliegende Auslöser es zu diagnostizieren und zu behandeln gilt. (s.o.)

Leider hat sich die große Hoffnung auf den Gentest auf HCM, der aufgrund der Forschungsergebnisse der Gruppe um Kathryn Meurs entwickelt wurde, als falsch erwiesen, einer deutschen Forschergruppe an der Ludwig-Maximilians-Universität München gelang der Nachweis, dass das Ergebnis der beiden für Maine Coons verfügbaren HCM-Gentests in keinerlei Relation zu setzen war zu Schallbefunden der getesteten Tiere.

Von den gesunden Tieren in der Studie war etwas über 1/5 positiv für die eine und fast 1/3 für die zweite Genmutation, während 3/4 der herzkranken Tiere das erste gesunde Gen und 1/2 das zweite gesunde Gen trugen.

Die Aussage der Studie lautet folglich dahingehend, dass der Goldstandard für die Zuchtauslese weiterhin in der jährlichen echokardiographischen Untersuchung liegt.

nach oben

Übersichtskarte zertifizierter Kardiologen in Deutschland

Wie wir im Dezember 2011 leider erfahren haben, akzeptiert pawpeds ausschließlich Schallergebnisse zur Veröffentlichung in der Datenbank, welche von Kardiologen die auf der pawpeds-Seite gelistet sind, vorgenommen wurden.

Obwohl pawpeds die Qualifikation sämtlicher Mitglieder des Collegium Cardiologicum ohne weitere Prüfung anerkennt, werden sie nur nach eigenem Antrag bei pawpeds in diese Liste übernommen.

An der fachlichen Eignung für kardiologische Zuchtuntersuchungen dieser Tierärzte ist also nichts auszusetzen, es ist einzig eine innere, organisatorische Entscheidung von den Verantwortlichen bei pawpeds, deren Schallergebnisse nicht zu berücksichtigen.

Zur Veröffentlichung der Schallergebnisse bieten sich für die nicht bei pawpeds gelisteten Tierärzten andere HCM-Seiten wie die amerikanische Winterfyre-Liste (nur für Norwegische Waldkatzen) oder europäische HCM-Seiten (die aber leider auch Schall-Ergebnisse von nicht zertifizierten Kardiologen veröffentlichen) an.

Zur besseren Übersichtlichkeit haben wir eine Karte mit den zertifizierten Kardiologen in Deutschland erstellt.

  • Grün hinterlegt sind zertifizierte Kardiologen die sowohl von pawpeds anerkannt werden, als auch im Collegium Cardiologicum geprüft und aufgenommen wurden (die Mehrzahl),
  • gelb hinterlegt sind zertifizierte Kardiologen die Mitglieder im Collegium Cardiologicum sind, sich aber (noch) nicht bei pawpeds registriert haben und
  • rot hinterlegt sind Kardiologen die von Prof. Jens Häggström im Auftrag von pawpeds bestätigt wurden.

Bitte beachten:

# 13 (grün)
Olivier Godfroy
Fachtierarzt für Kleintiere, Kardiologie
Mitglied im Collegium Cardiologicum e.V.
Tierklinik Hofheim - Im Langgewann 9 - 65719 Hofheim - Tel: 06192-290290 - Email: Anmeldung@tierklinik-hofheim.de
----------IST DERZEIT NICHT PRAKTIZIEREND--------

.
Deutschland zertifizierte Kardiologen212101 Berlin-Tempelhof - Dr. Marianne Skrodzki 13086 Berlin - Dr. Robert Höpfner39104 Magdeburg - Dr. Robert Höpfner22043 Hamburg - Dr. Robert Höpfner14532 Kleinmachnow21698 Harsefeld - André Mischke 30519 Hannover - Dr. Ralf Tobias35578 Wetzlar - Dr. Ralph T. Wendt47058 Duisburg - Dr. Jan-Gerd Kresken49565 Bramsche - Dr. Esther Grußendorf51069 Köln  - Dr. Angelika Hörauf53225 Bonn - Dr. Andrea Vollmar57537 Wissen - Dr. Andrea Vollmar80539 München - Gerhard Wess 61130 Nidderau-Heldenbergen  - Dr. Ingo Schneider65396 Walluf  - Dr. Sonja SchillerDERZEIT NICHT PRAKTIZIEREND 65719 Hofheim  - Dr. Olivier Godfroy DERZEIT NICHT PRAKTIZIEREND69168 Wiesloch  - Dr. Michael Deinert74246 Eberstadt - Dr. Elisabeth Lohss-Baumgärtner75173 Pforzheim  - Andreas Kirsch 79102 Freiburg - Dr. Susanne Schlieter 88142 Wasserburg (Bodensee) - Martin Janthur 85737 Ismaning - Markus Killich 95444 Bayreuth  - Christel Schinner 95478 Kemnath - Christel Schinner 24568 Kaltenkirchen - Dr. Carsten Schmidt 35392 Giessen - Dr. Matthias Schneider35392 Giessen - Dr. Nicolai Hildebrandt35392 Giessen - Estelle Heinrich60487 Frankfurt - Dr. Götz Eichhorn60487 Frankfurt - TA Martin Wehner66123 Saarbrücken - Dr. Ulrike Klein72762 Reutlingen - TA Alexander Huettig 80539 München - Prof. Dr. Cordula Poulsen Nautrup 83071 Stephanskirchen - Dr. Josef Schiele 91058 Erlangen-Bruck - Dr. Reinhard Schramm 92249 Vilseck - Christel Schinner 95676 Wiesau  - Christel Schinner 92648 Vohenstrauß -  92709 Moosbach -  92637 Weiden   - Christel Schinner 92224 Amberg  - Christel Schinner 93309 Kelheim - 93077 Bad-Abbach  - Christel Schinner 86972 Altenstadt  - Christel Schinner

Quelle Karte: http://www.mygeo.info/landkarten_deutschland.html

Collegicum Cardiologicum Liste zertifizierter Kardiologen
pawpeds Liste zertifizierter Kardiologen 

nach oben

Übersichtskarte zertifizierter Kardiologen in Österreich

Wie wir im Dezember 2011 leider erfahren haben, akzeptiert pawpeds ausschließlich Schallergebnisse zur Veröffentlichung in der Datenbank, welche von Kardiologen die auf der pawpeds-Seite gelistet sind, vorgenommen wurden.

Obwohl pawpeds die Qualifikation sämtlicher Mitglieder des Collegium Cardiologicum ohne weitere Prüfung anerkennt, werden sie nur nach eigenem Antrag bei pawpeds in diese Liste übernommen.

An der fachlichen Eignung für kardiologische Zuchtuntersuchungen dieser Tierärzte ist also nichts auszusetzen, es ist einzig eine innere, organisatorische Entscheidung von den Verantwortlichen bei pawpeds, deren Schallergebnisse nicht zu berücksichtigen.

Zur Veröffentlichung der Schallergebnisse bieten sich für die nicht bei pawpeds gelisteten Tierärzten andere HCM-Seiten wie die amerikanische Winterfyre-Liste (nur für Norwegische Waldkatzen) oder europäische HCM-Seiten (die aber leider auch Schall-Ergebnisse von nicht zertifizierten Kardiologen veröffentlichen) an.

Zur besseren Übersichtlichkeit haben wir eine Karte mit den zertifizierten Kardiologen in Deutschland erstellt.

  • Grün hinterlegt sind zertifizierte Kardiologen die sowohl von pawpeds anerkannt werden, als auch im Collegium Cardiologicum geprüft und aufgenommen wurden (die Mehrzahl),
  • gelb hinterlegt sind zertifizierte Kardiologen die Mitglieder im Collegium Cardiologicum sind, sich aber (noch) nicht bei pawpeds registriert haben und
  • rot hinterlegt sind Kardiologen die von Prof. Jens Häggström im Auftrag von pawpeds bestätigt wurden.

Kardiologen ÖsterreichCH-3012 Bern - Christophe Lombard D-80539 München - Gerhard Wess D-85737 Ismaning - Markus Killich D-83071 Stephanskirchen - Dr. Josef Schiele D-80539 München - Prof. Dr. Cordula Poulsen Nautrup D-88142 Wasserburg (Bodensee) - Martin Janthur A-4642 Sattledt - Peter Modler A-1210 Wien - Ursula Kolm

Quelle Karte: http://www.mygeo.info/landkarten_oesterreich.html

Collegicum Cardiologicum Liste zertifizierter Kardiologen
pawpeds Liste zertifizierter Kardiologen 

nach oben

Übersichtskarte zertifizierter Kardiologen in der Schweiz

Wie wir im Dezember 2011 leider erfahren haben, akzeptiert pawpeds ausschließlich Schallergebnisse zur Veröffentlichung in der Datenbank, welche von Kardiologen die auf der pawpeds-Seite gelistet sind, vorgenommen wurden.

Obwohl pawpeds die Qualifikation sämtlicher Mitglieder des Collegium Cardiologicum ohne weitere Prüfung anerkennt, werden sie nur nach eigenem Antrag bei pawpeds in diese Liste übernommen.

An der fachlichen Eignung für kardiologische Zuchtuntersuchungen dieser Tierärzte ist also nichts auszusetzen, es ist einzig eine innere, organisatorische Entscheidung von den Verantwortlichen bei pawpeds, deren Schallergebnisse nicht zu berücksichtigen.

Zur Veröffentlichung der Schallergebnisse bieten sich für die nicht bei pawpeds gelisteten Tierärzten andere HCM-Seiten wie die amerikanische Winterfyre-Liste (nur für Norwegische Waldkatzen) oder europäische HCM-Seiten (die aber leider auch Schall-Ergebnisse von nicht zertifizierten Kardiologen veröffentlichen) an.

Zur besseren Übersichtlichkeit haben wir eine Karte mit den zertifizierten Kardiologen in Deutschland erstellt.

  • Grün hinterlegt sind zertifizierte Kardiologen die sowohl von pawpeds anerkannt werden, als auch im Collegium Cardiologicum geprüft und aufgenommen wurden (die Mehrzahl),
  • gelb hinterlegt sind zertifizierte Kardiologen die Mitglieder im Collegium Cardiologicum sind, sich aber (noch) nicht bei pawpeds registriert haben und
  • rot hinterlegt sind Kardiologen die von Prof. Jens Häggström im Auftrag von pawpeds bestätigt wurden.

Kardiologen Schweiz12101 Berlin-Tempelhof - Dr. Marianne Skrodzki 13086 Berlin - Dr. Robert Höpfner39104 Magdeburg - Dr. Robert Höpfner14532 Kleinmachnow30519 Hannover - Dr. Ralf Tobias47058 Duisburg - Dr. Jan-Gerd Kresken49565 Bramsche - Dr. Esther GrußendorfD-79102 Freiburg - Dr. Susanne Schlieter D-88142 Wasserburg (Bodensee) - Martin Janthur CH-1202 Geneve - Christophe Amberger CH-8057 Zürich ZH - Tony Glaus CH-3012 Bern - Christophe Lombard

Quelle Karte: http://www.mygeo.info/landkarten_schweiz.html

Collegicum Cardiologicum Liste zertifizierter Kardiologen
pawpeds Liste zertifizierter Kardiologen

nach oben

HCM und Liebhaber

Als Liebhaber liegt die Zukunft der Norwegischen Waldkatzen (und anderer Rassen) in ihren Händen, denn durch Ihre Kaufentscheidung beeinflussen Sie die Entwicklung zu mehr oder weniger Zuchtauslese auf HCM.

Wenn Sie bewusst Wert darauf legen, nur Nachwuchs von HCM-geschallten Zuchttieren zu erwerben, und zwar ausschließlich bei zertifizierten Tierkardiologen geschallten, dann erzeugen Sie eine Marktnachfrage nach geschallten Tieren und diejenigen Züchter, die derzeit denken, es ginge auch ohne HCM-Vorsorge, beginnen, umzudenken - zum Besten der Rasse und zum Besten jedes einzelnen Tieres und natürlich auch zu Ihrem Besten.

Achten Sie nicht nur darauf, was die Homepages der Züchter hierzu aussagen.
Der lapidare Satz “HCM geschallt” kann rein gar nichts aussagen, die Katze kann vom Feld-Wald-und-Wiesentierarzt geschallt sein, vom Kardiologen mit auffälligem Befund oder ganz verantwortungsvoll vom zertifizierten CC-Untersucher mit normalem Schallbefund.
Hinweise, die Katzen würden “im entsprechenden Alter HCM-getestet” haben nur so lange eine Berechtigung, so lange die Katzen noch keinen Nachwuchs haben (s.o. erster HCM-Schall unbedingt vor erstem Zuchteinsatz).

Viele Züchter verlinken die HCM-Schallergebnisse ihrer Katzen in der Datenbank pawpeds (leider derzeit nicht auf dem Stand, laut aktueller Aussage schiebt die registrierende Stelle aufgrund Reorganisation einen Berg von 500 HCM-Schallergebnissen vor sich her, die noch nachgetragen werden müssen), alternativ bietet sich die US-amerikanische private Datenbank winterfyre betrieben durch die sehr engagierte und sorgfältig vorgehende Züchterin Cheryl Sarges zur Eintragung an, dort werden Schallergebnisse vom zertifzierten Kardiologen meist binnen weniger Tage veröffentlicht.

Durch den Eintrag in einer Datenbank haben Sie als Interessent die Möglichkeit, die Angaben des Züchters auf einfachstem Weg zu überprüfen. Wir empfehlen deshalb allen in Sachen HCM engagierten Züchtern, die Testergebnisse ihrer Katzen ebenfalls dort registrieren zu lassen.

Ist dies nicht der Fall, fragen Sie bitte den Züchter direkt nach HCM-Schallergebnissen der Elterntiere. Bitten Sie darum, dass Ihnen Kopien der Untersuchungsbögen vorab per Mail zugesandt werden. Anhand dieser und dieser Untersucherlisten können Sie selbst überprüfen, ob der Tierarzt für die Zuchtuntersuchung zugelassen ist.

Unsere Zuchtkater Björn (Bjoern av Barnedroem), Ait (Asbjoern pa Elgsporet) und Schnuffi (Austin pa Elgsporet) sind sämtlich HCM-normal geschallt durch das CC-Mitglied Dr. Michael Deinert, Wiesloch. Ihre Schallergebnisse sind sowohl bei der winterfyre-Liste als auch in der pawpeds-Datenbank eingetragen.

Wir arbeiten nur mit Züchtern zusammen, die ihre Zuchtkatzen ebenfalls vom zertifizierten Kardiologen auf HCM schallen lassen. Von der Cattery vom Weissdorn lagen uns die Untersuchungsberichte der Zuchtkatzen im Original vor, zudem sind die aktiven Zuchtkätzinnen der Cattery in der winterfyre-Liste geführt (Stars from Norway’s Bonnica, Blue Velvet vom Weissdorn - Cattery vom Weissdorn). Von der Cattery pa Elgsporet lagen uns die Untersuchungsberichte der Zuchtkatzen im Original vor, zudem sind die aktiven Zuchtkätzinnen der Cattery in der winterfyre-Liste geführt (Querida aus Broetzingen, Højmarken's Nahele, Annika pa Elgsporet).

nach oben

Fazit

Obwohl es niemals 100% Sicherheit geben kann, ist und bleibt der HCM-Schall beim zertifizierten Kardiologen der Goldstandard einer seriösen Zucht.

Einmalige Schalluntersuchungen, vor allem bei jüngeren Tieren werden gewiss nur eine relativ geringe Aussagekraft haben gegenüber wiederholten Schalluntersuchungen bei älteren Tieren - dennoch kann dies kein Grund sein, auf einen HCM-Schall zu verzichten oder mit jungen Katzen zu züchten ohne dass sie zuvor geschallt wurden.

Selbst eine statistische Sicherheit von nur 30, 40 oder 50% welche ein einzelner HCM-Schall in jüngerem Alter geben kann, ist immer ungleich höher als die 0% Sicherheit, wenn mit ungeschallten Tieren vermehrt wird.

Etwas zu der These, HCM-Schall sei erst ab 2-3 Jahren aussagekräftig:

Ein Schall von Jungtieren (und was sind “Jungtiere” in dem Zusammenhang? Unter ein Jahr, unter zwei Jahre...?) kann keine 100% Sicherheit geben - wie ein jeder HCM-Schall niemals 100% Sicherheit geben kann, das dürfen wir niemals vergessen.

Darüber sind sich sicher alle einig.

Allerdings gibt es einerseits belegte Beispiele (wir kennen eine solche Katze und deren Besitzerin persönlich) die im Alter von 1 1/2 Jahren bereits ein auffälliges Ergebnis im Schallbefund zeigte.
Bei der Recherche im Internet stießen wir auch auf dieses ur-alte Thema in einem Katzenforum in dem weitere Beispiele von HCM-positiven Tieren in sehr jungem Alter (und teilweise äußerlich völlig symptomfrei) genannt.

Andererseits können geschulte Kardiologen eben durchaus schon die leisesten Ansätze, einer sich entwickelnden HCM bereits bei sehr jungen (einjährigen) Katzen aufspüren, sie werden sie dann zumindest "equivocal" einstufen und mit solchen Katzen soll auch entsprechend der pawpeds-Handreichungen (vorerst) nicht gezüchtet werden, so lange bis ein eindeutiges Ergebnis vorliegt. Allerdings gibt es auch Züchter, die lieber eine "equivocal" Katze umgehend kastrieren lassen, auch um dem Tier den Stress (und somit eine Verschlimmerung der Krankheit) durch die Potenz zu ersparen.

Die - scheinbare - Lösung des Problems, dass HCM-Schalluntersuchungen bei jüngeren Katzen eine geringere Aussagekraft besitzen, wäre, ausschließlich mit Katzen im Alter von 6 Jahren und älter zu züchten, die dann auch nur einen einzigen aktuellen HCM-Schall normal aufweisen müssten.

Aber dem stehen die sexualbiologischen Eigenschaften der Katze diametral entgegen. Es ist nämlich schlichtweg unmöglich, eine Kätzin bis zum Alter von sechs Jahren nicht einzudecken, ohne Dauerrolligkeit, Gebärmuttervereiterung und Mammatumore in Kauf nehmen zu müssen.

Das Fazit lautet also:
Das Schallergebnis einer 1 1/2 bis 2 1/2 jährigen Katze ist nicht so aussagekräftig wie der - wiederholte - HCM-Schall einer 4-6 jährigen Katze,
aber,
das ist sicher - vor dem ersten Deckeinsatz nicht zu schallen ergibt 0% Sicherheit vor HCM!

Ein Züchter hingegen, der seine Zuchtkatzen mit 1 1/2 Jahren schallen lässt, dazu möglichst auch die (wiederholten) Schallergebnisse der Großelterngeneration mit 3-4 (-6) Jahren vorlegen kann, braucht sich keine Vorwürfe zu machen, falls er trotz seiner Bemühungen doch einen HCM-Fall unter der Nachzucht haben sollte, denn er hat getan was menschenmöglich ist, und ist somit seiner Sorgfaltspflicht als Züchter nachgekommen.

Dr. Kresken, aber auch der Kardiologen unseres Vertrauens Dr. Michael Deinert Wiesloch, empfehlen beide aus juristischen Gründen den Erstschall vor dem Zuchteinsatz mit individuell abgestimmten Wiederholungsintervallen.

Etwas zu Gentests auf HCM

Die Aussagekraft von Gentests auf HCM für die beiden, für die Rasse Maine Coon verfügbaren Gentests wird derzeit nach der Veröffentlichung entsprechender Studien kontrovers diskutiert.

Eine Kurzzusammenfassung des Studienergebnisses von Schinner et.al. findet man in diesem Artikel von Dr. Kresken.

Die Studie im Volltext ist hier zu finden.

Die Ergebnisse von Schinner et.al. werden aktuell durch eine weitere, französische Studie gestützt.

In Bezug auf andere Rassen als die der Maine Coon scheint ein Gentest - zumindest am Beispiel eines der beiden für diese Rasse verfügbaren getestet - laut dieser Studie (Seite 158 Tabelle 1) überhaupt keine Aussagekraft zu haben.

Von den 2744 dort getesteten Maine Coons waren 41,5% rein- oder mischerbig für die (von Meurs et.al. als krankmachend identifizierte) Mutation.

Dagegen wurde diese Mutation bei 1013 getesteten Katzen anderer Rassen nur ein einziges weiteres Mal aufgespürt:

Dies war bei einer Britisch Kurzhaar Katze.

Oft hört und liest man auch Argumente, Gentest könnten genauer sein als HCM-Schallergebnisse, da bei einem HCM-Schall nur festgestellt werden kann, ob HCM vorliegt oder nicht, nicht aber, ob eine beim Schall festgestellte HCM genetisch bedingt (und somit ererbt) ist oder ob es sich um eine sekundäre Herzmuskelerkrankung, erworben z.B. durch Entzündungen oder Infektionen mit den Erregern des Katzenschnupfenkomplexes sowie der Katzenseuche (Panleukopenie).

Vor dem Hintergrund einer seriösen Zuchtauswahl wird klar, dass solche vorgeschobenen Argumente gegen einen HCM-Schall keine berechtigten Einwände gegen einen Reihen-Schall bei Zuchttieren darstellen.

Denn völlig ab von der Frage, ob das Vorliegen einer genetischen Disposition für HCM oder ob eine individuelle, erworbene Infektion oder eine andere Grunderkrankung zum Symptombild einer Kardiomyopathie geführt hat - eine Katze mit einer solchen Herzmuskelerkrankung ist nicht für die Zucht geeignet!

Weder die Anstrengungen einer Trächtigkeit und Säugezeit noch die auslaugende Potenz von Katern kann und sollte solchen Tieren zugemutet werden, die nicht in einem absolut tadellosen gesundheitlichen Zustand sich befinden.

Und, die gewissenhafte Schalluntersuchung aller Zuchttiere in den Linien vorausgesetzt, ließen sich auch binnen weniger Jahre Linien eindeutig identifizieren in denen es eine genetische Disposition für HCM gibt und einmalige “Ausreißer” von falsch-positiven (im Sinne von nicht genetisch, sondern durch erworbene, sekundäre Kardiomyopathien geprägten) HCM-Schalluntersuchungen sich in ansonsten unauffällig geschallten Verwandtschaftsverhältnissen besser einordnen. 

nach oben

HCM-normale Schallbefunde in den Linien unserer Nachzuchten

Wohin wir und die Züchter, mit denen wir zusammenarbeiten, jedoch kommen möchten, deutet sich in den Stammbäumen der jüngsten Sprosse unserer Zusammenarbeit an: 

Über Generationen HCM-geschallte Tiere einschließlich HCM-geschallter Nebenlinien belegen mit größter anzunehmender Wahrscheinlichkeit das Vorliegen von HCM-freien Linien:

pedigree HCM normal kattepukkel elgsporAgnetha av Barnedroem HCM normal

 Stammbaumauszug mit HCM-Schallergebnissen für den C-Wurf der Cattery pa Elgsporet, Kitten Cooper pa Elgsporet 
HCM-normal geschallte Tiere sind grün markiert und Links zu den Untersuchungsergebnissen sind bei den Namen hinterlegt

pedigree HCM normal kattepukkel weissdornFrejkatter's Elskegelige Elinor HCM normalAgnetha av Barnedroem HCM normal

Stammbaumauszug mit HCM-Schallergebnissen für den E-Wurf der Cattery vom Weißdorn
HCM-normal geschallte Tiere sind grün markiert und Links zu den Untersuchungsergebnissen sind bei den Namen hinterlegt
 

nach oben

HCM und Züchter

Immer mehr Züchter der Norwegischen Waldkatzen nehmen ihre Verantwortung gegenüber der Rasse im gebotenen Maße ernst und lassen ihre Zuchttiere vom zertifizierten Kardiologen auf HCM schallen.

Wir begrüßen diese Entwicklung sehr und möchten jeden Züchter ermutigen, an dieser Gemeinschaftsaufgabe mitzuwirken. Im Gegensatz zu den Hochrisiko-Rassen ist unsere Rasse der Norwegischen Waldkatze nur in einem relativ geringem Maß von dieser Erkrankung betroffen, so dass es relativ einfach möglich wäre, durch Identifikation von HCM erkrankten Tieren und deren Ausschluss aus der Zucht unserer gesunden Naturrasse einen noch verbesserten Gesundheitsstatus zu geben.

Für einen einzelnen Züchter ist solch eine Aufgabe jedoch nicht zu leisten, weshalb es im Sinne der Rasse ist, die vorliegenden Schallergebnisse nicht nur in der Schublade aufzubewahren und bei Bedarf den Liebhabern zur Vergewisserung vorzulegen, sondern die Schallbefunde vom zertifizierten Kardiologen bei der Datenbank pawpeds zur Eintragung einzureichen und, so lange dort leider noch wegen des großen Pensums mit Verzögerungen zu rechnen ist, dies parallel auch auf der unabhängigen HCM-Schall-Liste von winterfyre (meist binnen weniger Tage) eintragen zu lassen UND zur Information der interessierten Liebhaber als auch der Züchterschaft der Norwegischen Waldkatze, diese Schallergebnisse dann auch auf der eigenen Homepage verlinkt einzubinden.

So fügt sich aus vielen kleinen Puzzlestücken dann plötzlich ein umfassendes Bild ganzer Stammbaumlinien zusammen, wie es uns für die aktuellen Nachzuchten des Jahres 2011, wie oben dargestellt, bereits gelungen ist.

Ohne die Vorleistung der Züchter der Ahnen unserer Katzen wäre solch eine Stammbaumforschung für uns nicht möglich geworden.

Wir danken deshalb an dieser Stelle sehr herzlich den Züchtern

  Heidi Dekeyzer & Maurice Reynaers (Frejkatten’s Elskegelige Elinor - Cattery Stars from Norway, Belgien),
  Birgit Dörr (Stars from Norway’s Bonnica, Blue Velvet vom Weissdorn - Cattery vom Weissdorn)
  Cecilia Olsson (Agnetha av Barnedroem - Cattery Hemstakatten, Schweden),
  Katja Schmatz (Højmarken’s Vaini Joulua - Cattery Højmarken’s) sowie
  Cornelia Walluscheck (Querida aus Broetzingen, Annika pa Elgsporet, Højmarken’s Nahele,
  Black Betty pa Elgsporet - Cattery pa Elgsporet)

für das Einstellen der HCM-Schallergebnisse ihrer Katzen in öffentliche Datenbanken (winterfyre, pawpeds).

Nur durch diese offene züchterische Zusammenarbeit ist es möglich, solche Stammbaum-Zusammenhänge für jedermann nachvollziehbar, da durch unabhängige Stellen geprüft, zu erstellen.

Im Gegenzug können die Züchter der Ahnen unserer Katzen und ihrer Nachzuchten durch die Offenlegung der Schallbefunde hier und in den offiziellen Listen im gleichen Maße darlegen, dass ihre Katzen ja diese HCM-normalen Linien mit begründet haben.

Durch solche offene züchterische Zusammenarbeit, durch den wirklich geringen Aufwand im Vergleich zum großen finanziellen Aufwand des HCM-Schalls beim zertifizierten Kardiologen selbst, einfach nur den vorliegenden Schallbefund nebst Stammbaum einzuscannen und an die Verantwortlilchen bei pawpeds resp. winterfyre zu senden, entsteht eine win-win-Situation für alle, Züchter, Liebhaber und - am wichtigsten - für die Katzen und die wunderbare Rasse der Norwegischen Waldkatzen.

Die Eintragung der Schallergebnisse erfolgt bei pawpeds nach Einsendung einer Kopie des vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Untersuchungsbogens durch einen von pawpeds zertifizierten Kardiologen nebst Stammbaumkopie als Brief an:

    PawPeds
    c/o Ulrika Olsson
    Ängsmyrvägen 1, Bäsna
    SE-781 95 Borlänge
    Sweden

Oder als E-Mail an:

Die Eintragung der Schallergebnisse von allen zertifizierten Kardiologen, die Mitglieder beim Collegium Cardiologicum sind oder von pawpeds zertifiziert wurden, erfolgt bei winterfyre nach einer Einsendung eines pdf des vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Untersuchungsbogens nebst pdf des Stammbaums als eMail an:

Bitte informieren Sie uns, wenn Sie die Schallbefunde Ihrer Katzen bei diesen Listen veröffentlicht (und günstigenfalls dies auch auf Ihren Seiten verlinkt) haben, wir vermerken dann gerne einen Hinweis auf HCM-Schall beim Link auf Ihre Seite.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir jedoch nur dann den Hinweis auf HCM-schallende Züchter setzen können, wenn durch diese unabhängigen Stellen eine Verifizierung der Angaben stattgefunden hat.

Quellen:

http://www.bayrischerrassekatzenverein.de/index.php/tierarzt/hcm
http://www.de-la-platiada.de/hcmineigenersache.htm
http://www.idexx.ch/tiergesundheit/laboratory/pdfs/archiv_pdfs/diagnostic_update_2010/du_cardiopet_0610.pdf
http://www.kardiokonsult.de/physiologie-krankheiten/katzenerkrankungen/hypertrophe-kardiomyopathie/
http://www.kleintiermedizin.ch/katze/herz2/herz2_4.htm#zucht
http://www.laupeneck.ch/d/dienstl/pdf/d_hypertrophe_cardiomyopathie_katze.pdf
http://www.pawpeds.com/healthprogrammes/recommendations_de.html
http://www.tierarztpraxis-suchfort.de/kardio_katzen/rechts.html
http://www.tierkardiologie.lmu.de/downloads/Hypertrophe_Kardiomyopathie_Katze-_Besitzerinformationen.pdf
http://www.tierklinik-kaiserberg.de/kardiologie/zuchtuntersuchungen/katze
http://www.vet-dent-lazarz.de/kardiomyopathie.htm
http://www.vetline.de/f.archiv/k.tiere/j.-club/...wenn-eine-hypertrophe-kardiomyopathie-keine-hypertrophe-kardiomyopathie-ist.htm
http://www.zampinos.de/index.php?option=com_content&view=article&id=30&Itemid=44
http://www.zora.uzh.ch/35702/1/Genf2010SATwessWennHCMnichtHCMDez14-1.pdf

Linie

clearpixel

clearpixel

clearpixel